Maren Martschenko: Auf dem E5 über die Alpen

MM_CombinatDie Traumverwirklicherin dieser Woche kenne ich inzwischen auch schon ein paar Jahre. Am Rande habe ich mitbekommen, dass sich Maren Martschenko auf eine Alpenüberquerung vorbereitete, ohne es weiter zu verfolgen. Richtig neugierig wurde ich erst, als ich kurz nachdem sie dieses Passion Project umgesetzt hatte, selber auf einen alten Traum stieß, der ebenfalls mit den Bergen zu tun hat und den ich nun vorbereite. Da helfen mir die Erkenntnisse, die sie auf ihrem Weg gewonnen hat. Diese beziehen sich nicht nur auf ihren Traum, sondern lassen sich auch auf viele andere Bereiche übertragen. Lesen Sie selbst…

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Wenn nicht jetzt, wann dann?

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Ich habe im Sommer 2012 auf dem Europäischen Fernwanderweg E5 zu Fuß die Alpen überquert. In einer Woche bin ich von Oberstdorf nach Meran gewandert.

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?
Es war schon lange ein Wunsch gewesen, eine Woche am Stück zu wandern. Ich erinnere mich an ein verlängertes Wochenende in Südtirol im Mai 2002. Bei einer Wanderung auf dem Meraner Höhenweg stellte sich der Wunsch ein, einfach immer weitergehen zu können. Dann hat mir eine Netzwerkkollegin im Sommer 2010 erzählt, sie überquere auf dem E5 die Alpen. Sie sei schon mit dem Radl, dem Auto, dem Flugzeug und mit dem Pferd über die Alpen, nun wolle sie auch zu Fuß gehen. Diese Idee gefiel mir. Dann hat es noch einmal zwei Jahre gedauert bis es tatsächlich geklappt hat. Die Verwirklichung dieses Traums wurde für mich zum „Passion Project“.

Maren_SlacklineDer direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet und wie sind Sie damit umgegangen?
Das größte Hindernis war in meinem Kopf. Zuerst habe ich mir gesagt, ich hätte keine Zeit, dann nicht die Kondition. Nachdem ich endgültig den Entschluss gefasst hatte, habe ich so vielen Leuten wie möglich davon erzählt. Damit kam eine Verbindlichkeit in das Projekt, denn dadurch kam ich nicht mehr ohne weiteres aus der Nummer heraus. Nach der Devise Große Veränderungen fangen klein an habe ich angefangen zu trainieren. Zuerst habe ich alle Aufzüge und Rolltreppen vermieden. Nach und nach habe ich meine Wanderrouten ausgedehnt und zusätzlich das Joggen angefangen. In diesem Sinne gab es keine Hindernisse mehr, sondern nur noch Herausforderungen. All das war Teil der Vorbereitung. Denn auch während der Alpenüberquerungen würden Herausforderungen auf mich warten. So war es dann auch.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat Sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?
Viele Leute haben sich von meinem Passion Project inspiriert gefühlt, so dass ich immer wieder Mitstreiter gefunden habe. Zu zweit lassen sich auch groß gesteckte Ziele leichter erreichen. Für meinen Traum zu brennen hat es mir leicht gemacht, die Herausforderungen zu überwinden. So habe ich z.B. gesagt: Ein Passion Project kennt kein schlechtes Wetter. Auch zwei Tage im Dauerregen zu wandern hat mir tatsächlich nichts ausgemacht!

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Was ich aus meinem Passion Project gelernt habe, ist mir fast noch wichtiger als die Alpenüberquerung selbst:

  • Wissen, was ich will.
  • Tun, was ich liebe.
  • Keine Angst haben zu scheitern.
  • Nicht lange fragen, einfach machen.

Kurz gesagt: Mach’ es zu deinem Passion Project und der Weg wird leicht. Diese Devise habe ich mittlerweile auf viele weitere Herausforderungen im täglichen Leben erfolgreich übertragen.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?
Einen Traum aus meiner Jugend: Einmal bei einem Triathlon mitzumachen. Dafür habe ich sogar einen Schwimmkurs besucht. Am 12. Mai 2013 ist Traumverwirklichungstag.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für den Triathlon! Ich halte Dir dafür die Daumen 🙂

Beim nächsten Mal berichtet Katja Kerschgens, wie sich in eineinhalb Jahren ihr “Traum auf vier Rädern” erfüllte.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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