Susanne Ackstaller: Alles ist möglich

Susanne Ackstaller

Ende letzten Jahres fragte mich Susanne Ackstaller, ob ich Interesse habe, in ihrem Modeblog texterella porträtiert zu werden. Ich hatte zuvor schon einige dieser Interviews mit Frauen ab 40/50/60 gelesen und war begeistert davon, dass hier “normale” Frauen im Mittelpunkt stehen.* So wie es im Titel dieses Blogs auch heißt: For Women. Not for Girls. Als ich Susanne fragte, ob sie sich schon einen Traum erfüllt habe, rückte sie mit dieser Geschichte heraus, die zeigt, dass sich Träume manchmal auf unüblichen Wegen erfüllt 🙂

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Ist das so?! Meine Träume beginnen mit Vorbildern. (Man merkt, ich habe gleich mehrere.)

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Mein Traum war, eine eigene Modekolumne zu schreiben. Da ich als Texterin schwerpunktmäßig in einem ganz andere Metier arbeite (ich schreibe und überarbeite Geschäftsberichte) und Modetexte nur einen sehr kleinen Teil meines Portfolios ausmachen, schien das ein sehr unwahrscheinliches Unterfangen. Hinzu kam: Ich hatte keine journalistische Ausbildung, sondern „nur“ ein kleines Mode-Blog. Und doch ist es gelungen: Heute schreibe ich eine monatliche Kolumne für die WELT kompakt.

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?
Man kann nicht direkt behaupten, ich hätte meinen Traum aktiv verwirklicht. Er ist einfach wahr geworden. Davon geträumt hatte ich wohl schon ein paar Jahre … vermutlich, seit ich Carrie Bradshaw (eine fiktive New Yorker Kolumnistin aus der Serie „Sex and the City“) kenne 😉

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet und wie sind Sie damit umgegangen?
Hindernisse gab es keine – aber ein großes Glück im Unglück: Eine Journalistin hatte sich von einer Kolumne, die ich geschrieben und in meinem Blog veröffentlicht hatte, „sehr stark inspirieren lassen“. Die Ähnlichkeit war so offensichtlich, dass sie mir bei zufälligen eigenen Recherchen auffiel. Nachdem ich mich angesichts des riesigen Verlagshauses, in dem die geklaute Kolumne erschienen war, erst furchtbar ohnmächtig fühlte, fand ich dann im richtigen Moment wohl die richtigen, wenn auch zornigen Worte. Von daher war die Herausforderung, angesichts dieser „David-gegen-Goliath“-Situation nicht gleich von vornherein aufzugeben. Nicht zuletzt hatte ich auch ein wunderbares virtuelles Netzwerk, das mich unterstützt hat und meinen „Brandbrief“ über alle Social-Media-Kanäle verteilt hat.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat Sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?
Das Internet und mein persönliches Netzwerk.

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Alles ist möglich.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?
Eine Modekolumne in der VOGUE vielleicht?! 🙂 Nein, ernsthaft: Ich möchte mein Mode-Blog www.texterella.de zu DEM Lifestyle-Blog für Frauen ab 40 machen. Das ist ein Traum, den ich wirklich aus eigener Kraft verwirklichen kann – und beim dem ich nicht auf mein Glück hoffen muss.

Herzlichen Dank, liebe Susanne, für Deine Antworten. Du zeigst uns, wie wichtig es ist, auch an vermeintlich unmöglichen Träumen festzuhalten. Man weiß nie, wie sie sich erfüllen und welche Kapriolen das Leben uns manchmal bietet 🙂

* Dieses und weitere Interviews mit mir lesen Sie hier: Die Mutmacherin im Gespräch

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren lebenserfahrene Menschen, ihre persönliche Vision von einem erfüllten Leben zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt darin, den eigenen Weg mit Leichtigkeit und Klarheit zu gehen.

3 Gedanken zu „Susanne Ackstaller: Alles ist möglich

  1. Susi

    Danke, lieber Raimund! Wobei du die Geschichte damals ja auch live miterlebt hast … :-)) Wenn ich die Kommentare unter dem Posting lese, wird mir immer noch ganz anders! ;-))

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