Spiritualität – (m)eine Definition

Der Begriff „Spiritualität“ wird in den letzten Jahren häufig verwendet, er hat sich geradezu zu einem Modebegriff entwickelt. An allen Ecken und Enden entstehen spirituelle Angebote und Netzwerke. Auch mich begleitet dieser Begriff schon seit Jahren, auch wenn ich ihn bislang im Rahmen meiner Arbeit eher selten verwendet habe.

Was verstehe ich unter Spiritualität?

Für mich ist es vor allem eine Geisteshaltung, mit der ich arbeite und mein Leben gestalte. Dazu gehören folgende Grundannahmen:

  • Neben der physischen, sichtbaren Welt gibt es noch weitere unsichtbare Dimensionen. Außer der Ebene, die ich mit meinen fünf Sinnen wahrnehme, gibt es noch andere Ebenen, die ich (noch) nicht erfassen und verstehen kann.
  • Wir sind Seelen, die eine körperliche Erfahrung machen. Geburt und Tod sind daher – auf der Seelenebene – nur Durchgangsstationen auf dem Weg zu einer neuen Erfahrung. Die menschliche Seele ist unbegrenzt und daher nicht von den Regeln der physischen, materiellen Welt bestimmt.
  • Ich richte meine Aufmerksamkeit auf meine inneren Stärken und mein persönliches Wachstum. Das beinhaltet auch, dass ich mich entscheiden kann, wie ich mit der physischen Welt in Kontakt bin und wie ich meine Erfahrungen einordne. Ich kann meinen Blickwinkeln jederzeit ändern und mich von den (noch) bestehenden Begrenzungen meines Denkens befreien.
  • Es gibt einen unsichtbaren, ewigen Teil in mir, der mir unterstützend zur Verfügung steht, wenn ich dies wünsche oder brauche. Manche Menschen nennen diesen Teil Gott, das Höhere Selbst, die Quelle allen Seins oder in ähnlicher Weise. Für mich ist dies meine „innere Führung“ oder die Schöpferkraft.
  • Wir sind alle miteinander verbunden. Es gibt keine Trennung, wir sind alle eins. Daher richte ich meinen Fokus darauf, in allen Menschen das Göttliche zu erkennen – egal, wo jemand im Leben steht oder wie er oder sie sich verhält.
  • Durch mein Denken, mein Handeln und meine Gebete gestalte ich als Mit-Schöpferin Gottes meine Wirklichkeit. Daher setze ich alles daran, mich in meinem Handeln auf meine höchsten Werte und mein Lebensziel auszurichten und so authentisch wie möglich zu leben.
  • Alles hat eine höhere (tiefere) Bedeutung. Daher ist es wichtig, in allem die göttliche Quelle und unsere Verbundenheit zu ehren und zu respektieren.
  • Zeiten des Rückzugs und der Stille dienen dazu, mich immer wieder mit der Schöpferkraft zu verbinden. Ich vertraue mehr auf meine innere Führung und meine Intuition als auf erlerntes Wissen aus der äußeren Welt.
  • Wir erschaffen uns unsere Wirklichkeit durch die Art und Weise, wie wir FÜHLEN, nicht dadurch, dass wir versuchen, die äußeren Umstände zu kontrollieren. Gefühle – ohne Bewertung wahrgenommen – lassen sich jederzeit verändern.
  • Wir sind auf der Erde, damit es uns gut geht, wir wachsen, uns weiterentwickeln und dabei Freude haben, Neues lernen, Dinge erschaffen und uns als Mit-Schöpfer des Göttlichen erkennen.

Diese Gedanken mögen Ihnen in Teilen oder zur Gänze fremd sein. Mein Anliegen ist es, Ihnen im Mutmacher-Magazin immer wieder Denkanstöße und Übungen, mit denen Sie neue Facetten Ihres Da-Seins entdecken.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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