Aus dem Mangel in die Fülle

Heute erhielt ich die E-Mail einer Frau, die schon vieles in ihrem Leben erreicht und sich einen besonderen Traum erfüllt hat. Sie schrieb, dass es ihr bislang nie an Mut fehlte. Jetzt ist die Situation allerdings anders: Sie würde ja so gerne … doch die damit verbundenen Risiken …

Das ist ein typischer Fall, wie ich ihn oft in meiner Beratungspraxis erlebe. Die Person hat im Grunde eine konkrete Idee davon, was sie möchte. Doch es hapert daran, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass es möglich ist, diese Idee auch zu realisieren. Sie (oder er) kann mir zahlreiche Gründe nennen, warum es nicht möglich ist. Ein häufig genannter Grund sind fehlende finanzielle Mittel. Doch damit begibt man sich sofort in einen Zustand des Mangels. Die Schreiberin der E-Mail brachte es am Ende sogar wörtlich auf den Punkt: Mir mangelt es an Ideen…

Solange Sie sich auf das konzentrieren, was nicht vorhanden ist, bleibt Ihr Blick auf dem Problem anstatt sich zu überlegen, wie es möglich sein könnte, den Wunsch zu verwirklichen. Diese Frage bringt Sie zu einer Lösung.

Wie gelangen Sie nun dorthin?

Zunächst ist es wichtig, dass Sie wissen, was Sie wirklich wollen. Also eine klare Intention setzen, zum Beispiel: Ich feiere meinen 40. Geburtstag mit vierzig Personen. Auch wenn Sie noch keine Ahnung haben, wie dies möglich sein kann, da sie keineswegs über die Mittel verfügen, diese Personenzahl zu bewirten.

Als nächstes überlegen Sie sich: Wie kann ich X erreichen, ohne dass ich viel Geld dafür einsetze? Diese Frage können Sie entweder alleine beantworten oder als Brainstorming in einer Gruppe. Wichtig ist nur, dass Sie alle Ideen gelten lassen und nichts ausschließen. Sie werden überrascht sein, auf welche Möglichkeiten Sie dabei kommen. Eine Bekannte hatte vor einigen Jahren genau diese Situation und am Ende ein “rauschendes Fest”, zu dem viele Menschen beigetrugen – ganz ohne hohen Geldeinsatz.

Noch ein kleiner Zusatztipp:

Solange Sie sich im Mangel befinden, übersehen Sie, was an Fülle im Leben vorhanden ist. Wenn Sie sich das nächste Mal in einem “Wie soll das gehen?”-Zustand befinden, setzen Sie sich hin und schreiben Sie mindestens zwanzig Dinge auf, für die Sie in Ihrem Leben dankbar sind. Diese Dankbarkeitsliste bewirkt, dass Sie in ein Füllebewusstsein gelangen. Wenn Sie über einen längeren Zeitpunkt immer wieder solche Listen schreiben, werden Sie bald feststellen, dass sich auch im Außen etwas verändert.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

2 Gedanken zu „Aus dem Mangel in die Fülle

  1. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Sonya,
    worauf richten Sie Ihre Aufmerksamkeit?
    Solange Sie nur jammern und nichts ändern, bleibt alles wie gehabt. Dann können Sie auch die Möglichkeiten nicht erkennen, sie sich Ihnen – in welcher Situation auch immer Sie sich befinden – bieten. Sie haben einen Internetzugang – und damit mehr als viele andere Menschen; Sie haben den Mut, einen Kommentar abzugeben, was sich viele auch nicht trauen…
    Sicher gibt es noch viele andere Dinge, die in Ihrem Leben vorhanden sind. Doch dafür müssen Sie damit beginnen, sich dies bewusst zu machen. Sie könnten damit beginnen, die im Artikel genannte Dankbarkeitsliste zu erstellen. Wenn Sie das regelmäßig machen, das heißt mindestens 21 Tage lang, werden Sie sehen, dass sich etwas verändert.
    Als zweiten Schritt können Sie anfangen, sich zu überlegen, was Sie sich wünschen, dies mal zu Papier zu bringen und sich darauf zu konzentrieren. Doch dazu ist es wichtig, dass Sie sich aus der Opferrolle herausbewegen und Ihr Leben wirklich in die eigene Hand nehmen.
    Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute!

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