Die Unfähigkeit, sich zu entscheiden

Ausgelöst durch einen Artikel erinnerte ich mich daran, dass ich vor einigen Wochen eine Entscheidung getroffen habe, die wichtig war, jedoch auch ein finanzielles Risiko beinhaltete. Dennoch ist sie mir leicht gefallen, während ich dies zu anderen Zeiten und bei einfacheren Themen auch schon anders erlebt habe. Wo ist der Unterschied? Warum geht es manchmal leichter und manchmal schwerer? Hier einige Antworten:

  1. Eine Entscheidung kann bedeuten, sich von etwas Liebgewonnenem zu verabschieden, zum Beispiel von Menschen, mit denen man gerne arbeitet. Doch was hindert uns, mit diesen Menschen auch weiterhin in Kontakt zu bleiben?
  2. Die Angst vor dem “Unbekannten”, das mit dem Schritt in Richtung Neuland auch einhergeht. Kann ich den Anspruch an mich selber erfüllen? Was, wenn ich scheitere? Hier hilft der Austausch mit und die Unterstützung durch Menschen, die einen vergleichbaren Weg gegangen sind.
  3. Grübeleien in Richtung: Kann ich meiner Wahrnehmung trauen? Was wenn ich mich täusche? Eine gut ausgeprägte Intuition ist in solchen Situationen ein wertvoller Ratgeber. Doch diese braucht ihre “Reifezeit”, bis man ihr trauen kann. Mit steht in solchen Momenten ein klares “inneres Wissen” zur Seite, dem ich dann auch ohne Zögern folge.
  4. Ausrichtung auf eine klare Vision: Meiner Entscheidung ging ein “Aha” der besonderen Art voraus. Es war das Feedback am Ende eines Impulsabends, das mir klar vor Augen führte, wie wichtig es ist, bei dem zu bleiben, wofür ich schon vor einigen Jahren angetreten bin: Meinen Ansatz “Mit L.I.E.B.E. geht’s leichter zum Ziel”, das inzwischen Bestandteil des MutmacherPrinzips geworden ist. Diese Ausrichtung hatte ich vorher etwas aus dem Blick verloren.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Entscheidungen gemacht? Was sind Ihre “Entscheidungsvermeider”? Wann fällt es Ihnen leicht, sich zu entscheiden?

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

2 Gedanken zu „Die Unfähigkeit, sich zu entscheiden

  1. Christina Wolf

    Liebe Frau Bergmann,
    mein Motto ist “Egal wohin Du gehst, geh mit ganzem Herzen.” Das habe ich gerade erst wieder gemerkt: wenn ich fühle was ich will, dann ist die Umsetzung leicht. So bin ich zu meinem neuen Job gekommen. Sowohl die Jobaufgabe als auch die Rahmenbedingungen sind erfüllt und alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen, so daß ich dort bald anfangen kann. Ich bin wirklich zufrieden und doch wieder erstaunt über soviel Glück.
    Viele Grüße
    Christina Wolf

  2. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Frau Wolf,
    Sie beschreiben sehr treffend, wie wichtig es ist, der eigenen Körperwahrnehmung (fühlen, spüren…) zu trauen. Sie gibt uns immer wieder genau die Hinweise, die wir für unseren persönlichen Weg brauchen.
    Ich wünsche Ihnen Erfüllung und Erfolg in Ihrer neuen Tätigkeit!
    Ulrike Bergmann

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