Anfangen ist eine Entscheidung

Die einzige Entscheidung, die wir treffen müssen, ist anzufangen. (Eric Butterworth)

Nur wie schwer ist es oft, tatsächlich anzufangen. Den ersten Schritt zu machen. Der “vernünftigen” Stimme im Kopf, die viele Gegenargumente parat hat, Einhalt zu gebieten anstatt ihr gewohnheitsmäßig die Macht zu überlassen. Wie das Zitat sagt, geht es hier um eine Entscheidung. Doch was hält Sie davon ab, sich für den ersten Schritt zu entscheiden?
Die Anfang-Hemmung kann unterschiedliche Ursachen haben. Hier drei Aspekte, die miteinander verknüpft sind sowie mögliche Lösungen:

Unsicherheit: Wir kennen nicht alle Informationen und wagen es deshalb nicht.

Die Lösung: Fragen Sie sich, welche weiteren Informationen Sie brauchen, um vorwärts gehen zu können. Schließen Sie Freundschaft mit Ihrer Unsicherheit, denn Sie wird sich nicht gänzlich vermeinden lassen. In den USA gibt es dazu einen hilfreichen Satz: Fake it till you make it. Tu so als ob, bis du es kannst. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, eine wirklich hilfreiche Vorgehensweise 🙂

Perfektionismus: Er geht oft Hand in Hand mit der Unsicherheit. Wir möchten schon zu Beginn wissen, dass dieser Schritt auch tatsächlich zu dem erwarteten Ergebnis führt. Zugleich machen wir uns Sorgen um unser Image. Wir wollen jederzeit gut da stehen, uns durch ein Scheitern keine Blöße geben. Ursache von Perfektionsmus ist häufig ein zu geringes Selbstwertgefühl.

Die Lösung: Erlauben Sie sich immer wieder, mit 80% zufrieden zu sein. Finden Sie heraus, was dadurch entsteht. Ein Ergebnis ist auf jeden Fall, dass Sie mit weniger (Zeit-) Einsatz mehr erreichen.

Bereitschaft zum Scheitern: Wir lernen nur aus den Dingen, die nicht so laufen wie erwartet. Dafür ist allerdings Voraussetzung, dass wir bereit sind, ein mögliches Scheitern überhaupt in Kauf zu nehmen und es dann nicht als Schande betrachten, sondern als Lernchance begreifen.

Lösungen: Machen Sie regelmäßig Dinge, bei denen Sie scheitern müssen. Zum Beispiel, weil Sie etwas noch nie gemacht haben und nicht wissen, wie es geht. Stellen Sie sich dumm und fragen Sie jemanden, wie es geht. Machen Sie absichtlich etwas falsch und achten Sie auf die Reaktionen Ihres Umfelds. Sie können dann immer noch sagen, dass Sie derzeit ein Experiment machen, mit dem Sie den Umgang von Menschen mit Versagen testen wollen 😉

Konkrete Anregungen, wie Sie ins Tun kommen, finden Sie in meinem Beitrag Anfangen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

2 Gedanken zu „Anfangen ist eine Entscheidung

  1. Gebesmair Dorothea

    Liebe Ulrike,

    schön, daß ich wieder etwas von Kahili King gelesen habe. Ich habe vor Jahren an einem Seminar von ihm teilgenommen und habe dort sehr schöne Dinge erfahren.
    Ich bin froh, wieder an die Wirkung von Gedanken und Worten erinnert worden zu sein. Ab sofort achte ich wieder mehr auf meine Gedanken all zu leicht vergesse ich das.

    Danke und liebe Grüße aus Österreich
    Dorothea

  2. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Dorothea,
    Serge Kahili King habe ich an diesem Abend zum ersten Mal erlebt und war sehr beeindruckt von seiner Persönlichkeit und seiner Klarheit. Wie er die Dinge in einen Zusammenhang stellt, ist eine Klasse für sich.
    Liebe Grüße aus Bayern
    Ulrike

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