Anfang ist immer

Im letzten Beitrag Ausrichtung steht am Anfang ging es um das erste Element des Mutmacher-Prinzips. Das Thema “Anfang” möchte ich noch einmal aufgreifen und ein wenig vertiefen. Zu Beginn eines neuen Jahres stehen die Zeichen oft auf Anfang. Viele Menschen überlegen sich, was sie in den nächsten 12 Monaten erreichen möchten. Sie denken darüber nach, welche Schwerpunkte sie setzen wollen, legen Ziele fest, schmieden Pläne und richten damit ihre Aufmerksamkeit aus.

Anfangen ist nicht auf den Beginn eines neuen Jahres beschränkt. Wann immer Sie etwas Neues beginnen wollen, überlegen Sie, wohin Sie wollen und wählen entsprechende Ziele. Die damit verbundene Aus-Richtung dient Ihnen im Verlauf Ihres Weges als Entscheidungshilfe für jeden weiteren Schritt. Vor allem an Kreuzungspunkten erkennen Sie dadurch leichter, auf welchem Weg Sie weitergehen wollen.

Zeit für einen Anfang?

An jedem Tag, zu jeder Zeit besteht die Möglichkeit neu anzufangen: Wenn etwas nicht nach Ihren Vorstellungen läuft… Wenn Sie neue Erkenntnisse haben… Wenn sich Ihre Prioritäten verschieben… Sie können jederzeit etwas verändern, begonnene Projekte beenden und etwas Neues wählen.

Wie leicht vergessen wir, dass wir diese Option haben und laufen stattdessen immer im gleichen „Rad“. Sie können jederzeit neu anfangen. Sei es im bekannten Feld, sei es mit etwas völlig anderem. Nutzen Sie zu unterschiedlichen Zeiten des Jahres diese Möglichkeit und nehmen Sie sich Ihre Ziele für das Jahr noch einmal vor. Überprüfen Sie, ob diese wirklich stimmen, wichtig und richtig sind. Falls nicht, setzen Sie sich neue Ziele. Unterjährig ist die Gefahr geringer, dass sie der Euphorie des Jahresanfangs – “In diesem Jahr wird alles anders! entspringen. Da haben wir einen anderen Blick und erkennen besser, was wirklich stimmt und wozu wir tatsächlich bereit sind.

Fragen zur Überprüfung

Wenn Sie Ihre Ziele verändern und neu anfangen wollen, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welche meiner Ziele stimmen weiterhin? Welchen Gewinn und/oder Nutzen habe ich davon, dass ich sie erreiche?
    Finden Sie Ihre “guten Gründe” dafür und erkennen Sie darüber Ihre Motivation für eine Veränderung oder einen Neubeginn.
  • Welche meiner bisherigen Ziele möchte ich verändern? Was daran stimmt nicht oder nicht mehr?
    Ehe Sie alles verändern, überprüfen Sie, welche eine Anpassung möglich ist und ob diese bereits ausreicht.
  • Was verspreche ich mir von einem Neubeginn? Was soll damit anders werden?
    Je klarer Sie sich machen, was durch Ihr Ziel entstehen soll, umso einfacher ist es auch zu erkennen, ob diese Erwartungen realistisch sind. Denn auch diese Frage sollten Sie sich stellen:
  • Lassen sich meine Erwartungen mit diesem Ziel erreichen – oder gäbe es noch einen anderen, besseren, einfacheren Weg?

Ich wünsche Ihnen gute Erkenntnisse und unterstütze Sie gerne bei Ihren – ersten und weiteren – Schritten in Richtung Ihrer Ziele und Träume.

Dieser überarbeitete Beitrag erschien erstmals am 17. Januar 2011 im Rahmen der MUT-Macher-Serie mit über 30 Beiträgen mit Denkanstößen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

4 Gedanken zu „Anfang ist immer

  1. Ingrid

    Liebe Frau Bergmann,
    eigentlich möchte frau durchstarten und hätte auch erste Ideen dazu, wie frau das anstellen könnte.
    Doch wenn frau dann die Pläne auf Vereinbarkeit mit der Familie überprüft, heißt es erneut bremsen und nach Alternativen suchen – wenigstens vorübergehend.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  2. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Ingrid,
    haben Sie mit Ihrer Familie darüber gesprochen, was Ihre Wünsche sind? Ich kenne viele Frauen, die diesen Schritt nicht machen, sondern sich “im stillen Kämmerlein” damit befassen und zu der von Ihnen genannten Erkenntnis kommen.
    Daher empfehle ich Ihnen auch, sich noch einmal amzusehen, wo genau die Hürden in der Vereinbarkeit liegen und diese mit Ihrer Familie anzusprechen. Oft finden sich dadurch überraschende Lösungen und Hilfe durch die Familienmitglieder. Ansonsten gilt natürlich: Anfang ist immer und jederzeit möglich 🙂
    Herzlichst – Ulrike Bergmann

  3. Elke Schramm

    Hallo Ingrid,
    ich bin zufällig auf Ihren Kommentar gestoßen. Anfang des Jahres habe ich im Bewusstsein dessen, dass das mit den Vorhaben zum Jahreswechsel immer so eine Sache ist, 12mal erdacht. Eigentlich und ursprünglich ein Geschenk und mehr aus kreativem Ansatz heraus. Als ich es an eine Freundin verschenken wollte, die selbst Mutter von 3 Kindern UND Geschäftsfrau ist, ist mir genau das klargeworden, was Sie schreiben… manchmal geht nicht alles und man muss die Dinge vereinbaren. Deshalb enstand 12mal.family… die etwas anderen 12 Monate für die ganze Familie. Man kann jeden Monat als Familie etwas zusammen tun. Die Aufgabe ist jeweils die einer einzigen Person, die Umsetzung aber Sache der ganzen Familie. Manchmal kommt es zu Aha-Effekten, manchmal hat man einfach nur Spaß…Vielleicht der Mittelweg??
    Viele Grüße Elke Schramm

  4. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Frau Schramm,
    tolle Sache, die Sie sich ausgedacht haben. Schon die erste Aufgabe macht neugierig auf di eweiteren – und ist auch eine Heruasforderung. Doch Sie schreiben ja, dass man eine Aufgabe auch wieder beenden kann, wenn man feststellt, dass man sich manches nicht mehr vornehmen braucht.
    Ich wünsche Ihnen und 12mal eine große Verbreitung!
    Herzlche Grüße
    Ulrike Bergmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.