Ziele brauchen LIEBE

Dieser Beitrag könnte auch den Titel haben Der weibliche Weg zum Ziel. Im Laufe meiner langjährigen Erfahrung mit dem Thema Ziele habe ich festgestellt, dass vor allem Frauen aufgrund ihrer Sozialisation häufig anders mit Zielen umgehen als es der klassische Weg vorgibt. Daher brauchen sie auch andere Ansätze, mit denen sie ihre Ziele erreichen. Das weibliche Vorgehen zeichnet sich aus durch:

  • Suchen und abwägen statt einfach entscheiden
  • Breiter Blickwinkel: Anderes ist auch wichtig
  • Frage zur Überprüfung: Welchen Wert hat es? anstatt Was bringt es?
  • Emotionales und intuitives Herangehen statt detaillierter Planung
  • Vernetztes Vorgehen: es werden alle wichtigen Aspekte berücksichtigt
  • Metapher: Ein mäandernder Fluss, der sich auf dem Weg des geringsten Widerstands durch die Landschaft schlängelt. Der klassische Weg gleicht mehr einem Start-Ziel-Rennen, bei dem vor allem zählt, wer als erstes ankommt.

Daraus ergeben sich folgende wesentlichen Aspekte des „weiblichen“ oder schöpferischen Konzeptes:

  • Der Weg zum Ziel ist ein Entwicklungsweg. Er berücksichtigt, dass sich auch ein klar formuliertes Ziel im Laufe der Zeit wandeln kann.
  • Mentale und emotionale Ebene sind eng verbunden.
  • Neben vorausschauender Planung haben auch Intuition und (Gott-)Vertrauen darin einen wichtigen Platz.

Meist denkt man an Aspekte wie Organisation, Planung, Aktion, um vorhandene Ziele zu erreichen. Doch ohne LIEBE zum Ziel kommt man nicht weit. Die einzelnen Buchstaben dieses Wortes sind die Zutaten, mit denen Sie dorthin gelangen, wohin Sie wollen: an Ihr Ziel. Dazu erhalten Sie jeweils eine Frage zum weiteren Nachdenken.

L = Leichtigkeit & Loslassen

Loslassen bedeutet nicht, das Ziel aus den Augen zu verlieren, sondern darauf zu vertrauen, dass wir uns in größeren Zusammenhängen bewegen und uns der Zu – fall in die Hände spielt, bis am Ende die „reife Frucht vom Baum“ fällt.

  • Wie leicht darf es überhaupt für mich sein?
  • Was muss ich loslassen, um mich ins Vertrauen zu begeben?

I = Intention & Intuition

Intention bedeutet, sich absichtsvoll mit der Quelle allen Seins zu verbinden – auch und gerade, wenn wir noch keine Vorstellung davon haben, wie das Ziel zu erreichen ist. Hierzu ist es erforderlich, Vertrauen in eine höhere Führung zu entwickeln, die innere Stimme wahrzunehmen und dem Bauchgefühl zu folgen. Sich also immer wieder Zeit für Stille, Meditation und Gebet zu nehmen. Dann entstehen im Laufe der Zeit zahlreiche „glückliche Fügungen“ – als Beweise unseres Vertrauens.

  • Wie klar sind meine Ziele? Stehe ich voll und ganz dahinter?
  • In welcher Form nehme ich meine innere Stimme wahr?

E = Engagement & Emotion

Engagement bedeutet, bereit sein zum Handeln, wenn die innere Stimme spricht. Doch häufig lassen wir uns von unseren Emotionen ausbremsen. Wenn wir lernen, unsere  Emotionen als Wegweiser zu nutzen anstatt sie zu verdrängen, haben wir in ihnen einen starken Verbündeten. Gefühle sind Ratgeber, die uns zeigen, wo wir etwas zu lernen oder zu klären haben.

  • Wieviel Zeit, Geld und Energie bin ich bereit, für mein Ziel zu investieren?
  • Was kann ich tun, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich es mir vorstelle?

B = Begleitung & Bestärkung

Einen eigenen Weg zu gehen erfordert kontinuierliche Bestärkung und Ermutigung. Gemeinsam mit anderen ist es einfacher, auf dem Weg zu bleiben. Allerdings ist es wichtig, die richtige Begleitung zu wählen: Menschen, die Sie ermutigen und bestärken, Ihnen Anregungen und Hilfestellung geben, damit Sie auch schwierige Phasen durchstehen. Rituale können Sie ebenfalls bestärken und Ihren Zielen Kraft geben.

  • Wer oder was kann mich am besten unterstützen?
  • Welche Vorbilder habe ich für meinen Weg?

E = Erste Schritte zum Erfolg

An den Erfolg zu glauben, ist die wichtigste Grundlage. Zudem kommt man mit einem kleinen Schritt pro Tag garantiert schneller ans Ziel als wenn man immer wieder einmal einen großen Schritt macht. Achten Sie auf tägliche „erste Schritte“ – aus diesen wird im Laufe der Zeit eine Kette von „Erfolgen“.

Auf dem Weg zu sein, schließt nicht aus, dass man hin und wieder vom direkten Pfad abkommt. Mäandern ist hier ausdrücklich erlaubt – denn wenn wir unserer Intuition folgen, kann es leicht dazu kommen, dass man vermeintlich vom Weg abkommt. Hier vertrauensvoll der inneren Stimme zu folgen, führt manchmal zu Ergebnissen, die unser Verstand nicht bieten kann.

  • Welchen einen Schritt würde ich heute wagen, wenn ich wirklich an meinen Erfolg glauben würde?
  • Welchen kleinsten Arbeitsschritt kann ich heute noch erledigen? Dies kann auch als Frage am Abend dienen.

Ich wünsche Ihnen viel LIEBE für Ihr Ziel und freue mich auf Ihre Erfahrungen mit diesem Weg.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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