Wie viel Liebe erhalten Ihre Ziele?

Heute ist Valentinstag – der Festtag der Liebenden. Viele meinen, dieser Tag sei ein Werbegag der Blumen- und Süßwarenindustrie, die mitten im Winter damit den Verkauf ankurbeln wollten. Doch es ist ein sehr alter Brauch, der bereits im Jahr 469 von einem frühen afrikanischen (!) Papst namens Gelasius I. als kirchlicher Feiertag eingeführt wurde. Er hielt sich 1.500 Jahre. Erst 1969 wurde er aus dem Feiertagskalender gestrichen.

Bleiben wir beim Festtag der Liebenden und bringen wir dies in Verbindung mit Wünschen, Träumen und Zielen. Dafür steht auch die Titelfrage Wie viel Liebe erhalten Ihre Ziele? Vielleicht fragen Sie sich, was beides – Ziele und Liebe – miteinander zu tun hat.

Sind Ziele nicht vor allem etwas, was in unserer Vorstellung, im Kopf entsteht?

Während Liebe ein starkes Gefühl ist, das uns wir vor allem mit persönlichen Beziehungen verbinden. Liebe lässt uns lebendig sein, manches hinnehmen und vieles verzeihen. Und wir vermissen sie schmerzlich, wenn wir alleine sind und uns verlassen fühlen.

Ziele und Liebe gehören unmittelbar zusammen. Erst in der Verbindung beider entstehen großartige Ergebnisse. Daher noch einmal die Frage: Wie groß ist Ihre Liebe zu Ihren Zielen? Hierzu ein paar Gedanken.

Impuls 1: Der Verstand konstruiert sich seine eigene Welt

In meinen Singlejahren habe ich hin und wieder auf Kontaktanzeigen geantwortet. Häufig war die reale Begegnung dann enttäuschend. Aufgrund der Anzeige und einiger Telefonate hatte ich mir ein Bild gemacht, das der Wirklichkeit nicht standhielt.

Auch mit Zielen kann es ähnlich gehen. Sie nehmen sich etwas vor, was Ihnen wichtig und vernünftig erscheint. Sie malen sich aus, was Sie vom Ergebnis haben werden; was dadurch entstehen wird. Sie setzen alles dafür ein, dieses Ziel zu erreichen. Nur um am Ende festzustellen, dass das Ergebnis unbefriedigend ist. Sich der Aufwand nicht gelohnt hat.

Es war ein Kopf-Ziel, das nur in Ihrer Vorstellung entstanden ist. Spezifisch, messbar und realistisch. Wie Ziele sein sollen. Wie Sie es gelernt haben. Warum war das Ergebnis dann so unbefriedigend?

Impuls 2: Was man fühlen kann, lässt sich leicht erreichen

Dies ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich über die Jahre gewonnen habe: Meinem Gefühl zu vertrauen. Immer wieder hinzuspüren, ob ich meine Ziele wirklich mag; ob ich sie liebe, mich darüber freue. Manchmal ist die Antwort nicht eindeutig. Dann heißt es abwarten statt dem Verstand zu erlauben, die Herrschaft zu übernehmen. Das tut er gerne, hat er doch viele Gründe, warum oder warum nicht das Ziel sinnvoll oder lohnend ist. Allerdings hat er nicht alle Informationen. Das führt zu Wirrwarr im Kopf und zu keinem Ergebnis.

Das Gefühl ist ein besserer Ratgeber, denn auf dieser Ebene spielen andere Faktoren eine Rolle, die sich mit dem Verstand nicht erfassen lassen.

Spüren Sie genau hin: Was ist Ihr erster Impuls, wenn Sie an Ihr Ziel denken?

Freuen Sie sich darauf oder kommen Zweifel, Bedenken… Vertrauen Sie diesem Anfangsimpuls. Ihr „Bauchgehirn“ hat mehr Informationen als Ihr Verstand. Nicht alles, was auftaucht, ist ein Zeichen dafür, dass es nicht das richtige Ziel ist. Es gibt auch Signale, die uns zeigen, dass noch Überprüfungen erforderlich sind. Oder der Zeitpunkt nicht stimmt.

Impuls 3: Erst wenn Verstand und Herz in Einklang sind, kann Großes entstehen

Es geht nicht um entweder / oder, sondern um die Verbindung von beidem: Gefühl und Verstand. Achten Sie bei Ihren Überlegungen auf Ihr Herz und beziehen Sie es mit ein. Stellen Sie sich vor, dass Sie Ihr Ziel bereits erreicht haben. Welche Gefühle sind damit verbunden? Hüpft Ihr Herz vor Freude? Oder zieht es sich zusammen?

Je besser Sie Bilder, Gedanken und Gefühle miteinander verbinden, desto leichter können Sie Ihre Liebe für Ihre Ziele abrufen. Sich immer wieder davon motivieren und leiten lassen. Dann fällt es viel leichter, täglich etwas dafür zu tun, auch mal Sonderschichten einzulegen und mit Freude bei der Sache zu sein. All das trägt dazu bei, dass Sie auch schneller an Ihr Ziel kommen.

Die Liebe zu Ihrem Ziel trägt auch dann, wenn der Weg holprig ist oder sogar Stillstand eintritt. Dies bringt Sie nicht ins Zweifeln oder wirft Sie aus der Bahn. Sie sind sicher, dass das gewünschte Ergebnis kommen wird und warten vertrauensvoll und geduldig, bis es weitergeht. Wie mit einem Partner, der für einige Zeit verreist ist, bleiben Sie innerlich verbunden. Sie spüren die Nähe und das Vertrauen, das Sie auch in dieser Phase trägt.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

3 Gedanken zu „Wie viel Liebe erhalten Ihre Ziele?

  1. Hedwig Hanf

    Liebe Ulrike Bergmann,
    Danke für Ihre Gedanken zum Valtentinstag. Sie erinnern mich wieder an das “Wesentliche”.
    Herzliche Grüße
    Hedwig Hanf

  2. Petra Manthey-Petersen

    “Wie mit einem Partner, der für einige Zeit verreist ist” – das ist ein schönes Bild! Danke dafür!
    Ja, gerade hatte ich bei der Überprüfung meiner Jahresziele den Gedanken “das sind alles Kopf-Ziele, kein Wunder, dass ich nicht motiviert bin”.
    Und dann kommt Ihr Artikel, total passend! Danke dafür! Ich werde also nochmal in die Jahreszielgebung einsteigen, mit Kopf UND Herz 🙂 .
    Beste Grüße
    Petra Manthey-Petersen

  3. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Frau Manthey-Petersen,
    liebe Frau Hanf,
    herzlichen Dank für Ihre Rückmeldungen. Ich freue mich, dass meine Impulse zum richtigen Zeitpunkt kamen 🙂
    Viel Erfolg beim Verknüpfen von Kopf und Herz!
    Ulrike Bergmann

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