Wie VIEL brauchen neue Ideen?

Wenn mir etwas wirklich leicht fällt, dann ist es, für mich und andere Ideen zu produzieren. Oftmals sprudelt es nur so aus mir heraus. Meine morgendlichen Meditationen sind für mich der beste Quell der Inspiration und führen regelmäßig zu einem Anwachsen meiner Zettelsammlung.

Was mir leicht fällt, ist für andere etwas Anstrengendes und bereitet ihnen Mühe. Da ich oft gefragt werde, wie es denn leichter geht, möchte ich Ihnen heute einige Impulse geben, wie Sie zu neuen Ideen gelangen.

Ideen entstehen nicht von alleine. Sie brauchen einen Rahmen, in dem sie gedeihen können… Zeit fürs Rumspinnen… Und zudem vier Faktoren, die ich unter VIEL zusammengefasst habe. Das Wort dient Ihnen als Grundlage für die nächste Ideensammlung wie auch als Anker für künftige Herausforderungen an Ihre Schöpferkraft.

V wie Vertrauen

Dieser Tage hatte ich ein Gespräch mit einem potentiellen Interessenten. Er wollte wissen, wie ihm ein Coaching nützen könnte. Er hatte Zweifel, ob es überhaupt möglich sei, innerhalb des geplanten Zeitraums die Ergebnisse zu erzielen, die er sich erhoffte. Ich spürte, dass ihm aufgrund seiner aktuellen beruflichen Situation das Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten verloren gegangen war. Oder war es noch nie vorhanden?

Ähnlich ist es auch, wenn Sie zu neuen Ideen gelangen wollen. Sie müssen sich selber und Ihren Fähigkeiten vertrauen. Sonst erreichen Sie keine guten Ergebnisse. Am besten gelingt dies, wenn Sie sich auf frühere Erfahrungen besinnen. Sich daran erinnern, wie Sie zu anderen Zeiten Ideen und Lösungen gefunden haben. Was hat dazu beigetragen, dass dies der Fall war? Welche Rahmenbedingungen lagen damals vor und haben dies erleichtert? Wenn Sie daran anknüpfen, was schon einmal funktioniert hat, kann es auch jetzt wieder gelingen.

I wie Intention

Was wollen Sie erreichen? Wofür brauchen Sie Ideen? Machen Sie sich Ihre Ziele bewusst und überlegen Sie sich auch, was für Sie ein optimales Ergebnis wäre. Zum Beispiel: Innerhalb der nächsten halben Stunde entwickle ich 10 Ideen für mein nächstes Mailing.

So ähnlich gehe ich vor, wenn ich Inhalte für meinen Newsletter oder Blogbeiträge suche. Ich setze mir eine Intention, die alles beinhaltet, was ich erreichen möchte. Ausführliche Informationen zu Intentionen, ihre Wirkung und wie Sie diese formulieren, finden Sie hier:
Die Kraft der Intention nutzen
Intentionen – zwei Beispiele des Alltags
Affirmation oder Intention? Beides wirkt!

E wie Erwartung

Dieser Aspekt geht in eine ähnliche Richtung wie der letzte und mit diesem Hand in Hand. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Erwartungen enthalten alle Gedanken, die Sie im Zusammenhang mit Ihrem Thema haben. Also auch Zweifel und  Ängste ebenso wie Ihre Vorstellungen davon, ob und wie es möglich sein wird, Ihre Vorstellungen umzusetzen.

Achten Sie daher darauf, dass Sie eine positive Erwartung haben. Damit erzeugen Sie eine erwartungsvolle Atmosphäre. Und diese schafft den passenden Rahmen für die möglichen Ergebnisse.

Vor einigen Jahren habe ich an einer Fortbildung teilgenommen, in der es darum ging, die eigene Intuition zu schulen. Auch wenn ich großes Interesse daran hatte, meine Intuition auszubauen, so war ich doch skeptisch, ob dies im Rahmen eines Wochenendes möglich sein würde. Die Trainerin bat uns zu Beginn der Fortbildung aufzuschreiben, was am Ende eingetreten sein sollte. Also war ich mutig und formulierte alles, was ich mir von Herzen wünschte: … fällt mir der Zugang leicht… sind meine Hemmungen, diese Fähigkeiten zu nutzen, verschwunden… habe ich Klarheit über einige anstehende Fragen gewonnen… bin ich voller Kraft und Inspiration… usw.

Machen sie sich bewusst, mit welchen Erwartungen Sie an die Ideengewinnung heran gehen. Was wollen sie damit erreichen? Wie soll es geschehen? Was sollte dabei berücksichtigt sein? Schreiben Sie jeden dieser Punkte auf. Damit steht einer Selbsterfüllenden Prophezeiung oder der Erfüllung Ihrer Erwartungen nichts mehr im Weg. So wie bei mir: Am Endes der Fortbildung konnte ich an jeden dieser Punkte einen Haken machen.

L wie Loslassen

Nun kommt es häufig vor, dass es nicht so leicht ist, auftauchende Zweifel im Zaum zu halten. Das ist auch wenig sinnvoll, denn sie sind nun einmal vorhanden. Sie wollen beachtet werden und nicht vertrieben. Je stärker Sie sich dagegen wehren, desto stärker werden sie. Daher ist es besser, sich gleich damit zu befassen – und sie dann loszulassen.

Schreiben Sie Ihre Zweifel auf. Befassen Sie sich mit jedem Punkt und finden Sie heraus, was dahinter steckt. In jeden Zweifel steckt eine Botschaft, die es zu entschlüsseln gilt. Ist es die Angst vor der eigenen Courage? Benötigen Sie weitere Informationen? Erinnert Sie das Thema an frühere unangenehme Erfahrungen?

Befragen Sie Ihren Zweifel und führen Sie einen Dialog mit ihm. Oft reicht dies bereits aus, damit er sich zurückzieht. Lassen Sie nicht nur Ihren Zweifel los, sondern auch alle damit verbundenen Erwartungen an ein perfektes Ergebnis. Was immer entsteht, ist das Beste, was jetzt möglich ist. Das kann morgen schon anders sein.

Auch zunächst ausgezeichnet klingende Ideen sind mit ein wenig Abstand manches Mal nicht mehr ganz so brillant. Dies zu erkennen, dabei hilft das bekannte „einmal darüber schlafen“ ebenso wie der Austausch mit jemandem, der etwas Abstand zum Thema hat.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 25 Jahren lebenserfahrene Frauen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufs- und Privatleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leserinnen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

4 Gedanken zu „Wie VIEL brauchen neue Ideen?

  1. Sabine De Farfalla

    Liebe Frau Bergmann,
    herzlichen Dank für die klaren, umsetzbaren Sätze und die herrliche Art, die Dinge so schnell und einfach “auf den Punkt” zu bringen.
    Viele von uns haben diverse Bücher zu diesem Thema gelesen oder Videos geschaut wie “The Secret” und dergleichen mehr. Auch ein Karma Singh hat sich damit schriftlich auseinander gesetzt und Menschen wie uns ein ganzes Buch zur Verfügung gestellt.
    Und nun erhalten Ihre Klienten & Leser auf einer Seite all die wichtigen Informationen, wie sie erfolgreich in ihre Schöpferkraft gelangen!
    Herzlichen Dank dafür und herzlichen Dank auch für Ihr Sein!
    Namasté,
    Sabine De Farfalla

  2. Christian Wild

    Hallo Frau Bergmann,
    vielen Dank für den inspirierenden Artikel. Sehr gut gefällt mir der Punkt L Loslassen: Mir war bisher nicht bewusst, dass man Zweifel nicht einfach wegschieben, sondern sich mit ihnen auseinandersetzen sollte.
    Nicht ganz klar ist mir der Unterschied zwischen Intention und Erwartung…

    Herzliche Grüße,
    Christian Wild

  3. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Lieber Herr Wild,
    vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Die meisten Menschen verwenden viel Energie darauf, ihre Zweifel zu verdrängen. Doch damit ist es wie mit anderen Gefühlen auch: sie werden stärker.
    Vielen Dank auch für Ihre Frage zum Unterschied zwischen Intention und Erwartung:
    In einer Intention formulieren sie das optimale Ergebnis, das Sie sich wünschen.
    Ihre Erwartung umfasst alles, was auftaucht, wenn Sie sich mit einem Thema befassen. Das schließt Zweifel und Ängste ebenso ein wie ihre Vorstellungen davon, ob und wie es möglich ist. Diese liegen meist unter der Intention. Ich habe den Beitrag in diesem Punkt noch ergänzt.
    Herzliche Grüße
    Ulrike Bergmann

  4. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Herzlichen Dank, liebe Frau De Farfalla, für Ihre Rückmeldung. Dinge auf den Punkt zu bringen, gehört zu meinen natürlichen Stärken 🙂

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