Katja Kerschgens: Ein Traum auf vier Rädern

KKmitZwilleschussfertigquadratMenschen haben sehr unterschiedliche Träume – große und kleine, leicht erreichbare und solche, die Herausforderungen enthalten. Als mir Katja Kerschgens von ihrem “Traum auf vier Rädern” erzählte, erinnerte ich mich daran, dass ich vor vielen Jahren einen ähnlichen Traum hatte. Im Gegensatz zu ihr habe ich ihn allerdings nicht ernst genommen, sondern den Vernunftgründen Vorrang gegeben. “Eigentlich schade” war meine Reaktion, als ich ihre Antworten las…

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Wie wirke ich wohl auf meine Kunden, wenn ich mit einem Kleinwagen vorfahre?

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Ich begeistere mich für schicke, sportliche Autos.
Und tatsächlich habe ich mein sportliches Traumauto bekommen. In Vollausstattung, mit zwei Satz der teuren Reifen, dem richtigen Motor, kaum gefahren (5.000 km) – und dennoch für mich bezahlbar.

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?
Ich habe dieses Auto das erste Mal im Frühjahr 2010 gesehen – da kam dieses Modell gerade erst auf den Markt.
Ich besitze ihn seit November 2011.
Vom Beginn des Traums bis zur Verwirklichung sind gerade mal gut anderthalb Jahre vergangen.

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet und wie sind Sie damit umgegangen?
Der Wagen schien unbezahlbar für mich, selbst in der einfachsten Ausstattung. Zumal es natürlich am Anfang auch kaum Gebrauchte gab, was ich früh ins Auge gefasst hatte.
Dennoch träumte ich weiter davon. Ich stellte mir bei jeder Fahrt mit meinem kleinen Auto vor, ich säße schon in meinem Traumwagen. Auf dem Parkplatz habe ich mir vorgestellt, dass ich auf meinen Traum- und nicht auf meinen Kleinwagen zugehe. Selbst beim Blick auf den Autoschlüssel bildete ich mir ein, er sei von der anderen Marke.
Irgendwann merkte ich, dass das für mich zu teuer wird. Da habe ich innerlich losgelassen und ein anderes Auto eingeplant. Und etwa eine Woche, bevor ich zuschlagen wollte, bin ich ein letztes Mal auf autoscout24 gegangen. Ein Wagen, den ich dort schon gesehen hatte, war plötzlich viel preiswerter geworden. Ich habe SOFORT bei dem Händler angerufen, er machte mir einen guten Preis für meinen alten – und eine Woche später war der Traum auf vier Rädern mir.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat Sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?
Bei der Probefahrt mit meinem Traumauto war mein Mann dabei, der meine Begeisterung teilte und mir nie von meinem Traum abriet.
Der Autohändler, der mir die ersten Angebote gemacht hatte, kümmerte sich rührend darum, dass mein Traum wahr würde. Und obwohl ich den Wagen am Ende nicht bei ihm gekauft habe, lud er mich zum Tee ein, um mein Schätzchen zu bewundern. Wir haben immer noch regelmäßigen Kontakt.
Der Autohändler, der mir den Wagen verkaufte, hielt ihn mehrere Tage fest, obwohl ihm die Interessenten nach der Preissenkung die Bude einrannten und ich erst ein paar Dinge, unter anderem mit der Bank, klären musste. Aber er hatte meine Begeisterung gespürt – und ich hatte als Erste angerufen. Er kümmerte sich um alle Formalitäten und machte den Kauf möglich, trotz 500 Kilometern Entfernung zwischen uns. Und das, obwohl er drei Tage später seinen letzten Tag in dem Autohaus und sicherlich andere Dinge im Kopf hatte.

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Dranbleiben. Geduld! Und innerlich loslassen – mit dem festen Vertrauen, dass sich der Traum erfüllen wird. Und dann mutig zupacken, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Und wenn der Traum erfüllt ist: den Dank spüren. Jeden Tag.
Aber die wichtigste Erkenntnis ist diese:

  • Ein Ziel zu erreichen geht nur dann, wenn man überhaupt ein solches hat!
  • Dieses Ziel / diesen Traum so detailliert wir möglich visualisieren und sich in allen Einzelheiten ausmalen. Das triggert unser Gehirn, die passenden Wege und Lösungen dafür zu suchen und zu erkennen. Zu wissen, wo man hin will, ist schon der halbe Weg.
  • Bei meinem Beispiel heißt das: Hätte ich mir erträumt, irgendwann mal irgendein tolles Auto haben zu wollen, wäre nichts passiert. Ich habe mir aber ganz konkret dieses eine vorgestellt. Damit bekommt unser Kopf eine klare Arbeitsanweisung, mit der er etwas anfangen kann. Und alle Wegweiser dorthin werden plötzlich erkannt.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?
Nach vielen erfüllten Träumen, die materieller Natur waren, konzentriere ich mich jetzt auf mich selbst und die Aktivierung von Selbstheilungskräften. Denn was im Außen funktioniert, ist auch im Inneren zu realisieren.
Und dann war da noch was mit dem ersten Beststeller… ;o)

Vielen Dank für das Gespräch. Über den Traum vom Bestseller sollten wir noch mal sprechen 🙂

In der nächsten Woche erzählt Sabine Lemke davon, wie aus einer Din-A4-Idee eine Riesenaktion wurde.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 25 Jahren lebenserfahrene Frauen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufs- und Privatleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leserinnen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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