Eine kleine Anleitung zur persönlichen Revolution

Gerade lese ich den Beitrag Außenseiter revolutionieren leichter der beiden Business-Querdenker Anja Förster und Peter Kreuz. Darin stellen Sie drei Außenseiter vor, die ihre Branchen revolutioniert haben. Dies sind:

  • Klaus Denart, der 1979 die Outdort-Marke ‚Globetrotter’ gründete und mit seinen als Erlebniswelten gestalteten Läden den Verkauf von Outdoor-Equipment veränderte.
  • Klaus Heymann, der 1987 das Klassik-Label Naxos gründete und damit zum weltweit größten Anbieter für klassische Musik wurde.
  • Jeff Bezos, der 1995 die kleine Garagenfirma Amazon als Online-Buchhändler gründete – den Rest dieser Geschichte kennen die meisten.

Allen drei Gründern gemeinsam ist, dass Sie alle aus anderen Branchen kamen und die Gewohnheiten und Spielregeln der Branchen, in denen Sie Ihre Unternehmen gründeten, auf den Kopf stellten. Nicht Insider und “Altgediente Hasen”, sondern Außenseiter und Newcomer revolutionieren etablierte und in die Jahre gekommene Branchen oder verändern bestehende Vorgehensweisen und unverrückbare Sichtweisen. Weil sie sich nicht um das kümmern, was in einer Branche üblich ist. Sondern ihre eigenen Regeln aufstellen. Und damit Erfolg haben. Nicht von Anfang an, doch zumindest auf lange Sicht. Denn auch das haben diese “Revoluzzer” gemeinsam: Sie haben alle einen langen Atem 😉

Was haben diese Beispiele mit Ihnen zu tun?

In unserem Alltag nehmen wir vieles für selbstverständlich. Ohne es je zu hinterfragen. Es ist ja auch so viel leichter, mit dem Strom zu schwimmen und sich von der Welle der Gewohnheiten und Üblichkeiten tragen zu lassen. Zumal wenn in unserem Umfeld niemand ist, der “gegen den Strom schwimmt” und sich von dem anhebt, wie es die anderen machen. Dies erfordert Mut und Ausdauer. Die lassen sich trainieren.

Auch wenn Sie kein großes Unternehmen gründen oder eine Branche revolutionieren wollen, können Sie doch aus diesen Beispielen lernen und etwas in Bewegung bringen – in Ihrem Job, Ihrem Unternehmen oder Ihrem Leben. Hier drei Anregungen, die sich leicht umsetzen lassen:

  • Geben Sie Ihrem Traum einen Raum. Denken Sie weniger darüber nach, was “man” macht und was andere von Ihnen denken mögen. Geben Sie sich und Ihren Vorstellungen eine Chance und zeitlich, finanziell und mental einen Raum, in dem sich Ihr Traum oder Ihre Vorstellungen weiter entfalten können. Meinen Teilnehmenden empfehle ich immer wieder, sich mindestens sechs Monate aktiv mit Ihrem Traum zu beschäftigen. Dadurch erkennen Sie, was wirklich darin (Potential) und dahinter (Motivation) steckt. Lesen Sie hierzu auch den Beitrag Die eigenen Träume annehmen.
  • Beschreiten Sie einen anderen Weg. Dauerhafter Erfolg, Zufriedenheit und Wohlergehen entstehen selten auf den gewohnten Pfaden. Diese sind irgendwann so eingefahren, dass man sich in den immer gleichen Denkrillen bewegt und rechts und links nichts mehr wahrnimmt. Achten Sie in der kommenden Woche bewusst auf Ihre Gewohnheiten. Fragen Sie sich regelmäßig: Ist dieses Vorgehen sinnvoll – oder gäbe es einen einfacheren oder bessere Weise, dies zu erledigen? Schreiben Sie auf, was Sie entdecken. Ohne gleich etwas zu verändern. So sammeln Sie im Laufe der Woche einige Ansatzpunkte für Neuerungen. Wählen Sie den Punkt aus Ihrer Liste aus, den Sie am schnellsten oder einfachsten umsetzen können. Tun Sie es gleich!
  • Holen Sie sich den Außenblick. Bitten Sie jemanden um ein Feedback, der von Ihrem Business oder Ihrer Tätigkeit nichts versteht. Zum Beispiel zu Ihrer Webseite (Was glauben Sie, was ich mache?), zu einem Angebot (Was könnte der Nutzen davon sein?) oder Geschäftsbriefen (Was haben Sie verstanden?). Auf diese Weise erhalten Sie eine Rückmeldung zu Dingen, die Sie für selbstverständlich halten – und andere vielleicht ganz anders verstehen. Hierfür eigenen sich am besten Menschen, die Sie nicht besonders gut kennen oder von denen Sie wissen, dass Sie auch unbequeme Wahrheiten aussprechen. Bei anderen kann es leicht passieren, dass sie Ihnen nach dem Munde reden. Und damit wären Sie genauso schlau wie zuvor 😉

Diese drei Punkte sind Kleinigkeiten, die eine große Wirkung haben können. Gerade die ruhigeren Sommerwochen bieten sich dafür an, einigen Üblichkeiten auf den Grund zu gehen, sie (und sich selber) zu hinterfragen und vorhandene Gewohnheiten ein wenig zu revolutionieren. Oder zumindest das eine und andere zu hinterfragen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

2 Gedanken zu „Eine kleine Anleitung zur persönlichen Revolution

  1. Ulla Schneider

    Liebe Frau Bergmann,
    vielen Dank für diesen Beitrag! Wunderbare, wirklich umsetzbare Anregungen, Sie haben mir Mut gemacht!
    Herzliche Grüße
    Ulla Schneider

  2. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Frau Schneider,
    vielen Dank für Ihr Feedback, dass die Anregungen für Sie nützlich waren. Dann habe ich mein Ziel erreicht 🙂
    Einen schönen August!
    Ulrike Bergmann

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