Marion Ettemeyer: Ein weites Herz als treibende Kraft

Ettemeyer_PorträtMeine heutige Gesprächspartnerin Dr. Marion Ettemeyer lernte ich als Teilnehmerin einer der frühen Jahresgruppen kennen. Damals war sie unzufrieden mit ihrer Zahnarztpraxis, in der sie viele empfindliche Patienten anzog, was an ihrer feinfühligen Art lag und an der Fähigkeit, dass sich Menschen bei ihr sofort aufgehoben fühlen. Seither habe ich ihren weiteren Werdegang verfolgt und bin immer wieder begeistert, wie konsequent sie ihren Weg geht.  Und dabei ihre Leichtigkeit nie verliert. Was dazu beigeträgt, erfahren Sie hier.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?

Als Ulrike Bergmann mich kontaktierte, dachte ich spontan: „Was für eine gute Frage!“ Denn, ehrlich gesagt, besteht mein Leben aus der Verwirklichung von Träumen … und es wäre ganz schön schwer, einen davon als den wichtigsten zu definieren.

Alle meine Träume begannen mit einer Erkenntnis, einem Gefühl des Ungleichgewichts. Und wenn ich mich daraufhin fragte, welches Bedürfnis zu kurz kam, entdeckte ich, dass ich mehr traurig war als froh, mehr funktionierend als lebendig, mehr reagierend als selbstbestimmt. Das Bedürfnis, im Gleichgewicht zu sein und ein weites und frohes Herz zu haben, war tatsächlich die treibende Kraft bei der Verwirklichung aller meiner Träume.

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?

Rückblickend habe ich unglaublich viele Träume verwirklicht.

Einen wichtigen Traum jedoch, die berufliche Zufriedenheit, musste ich mir hart erkämpfen, Schritt für Schritt und Stück für Stück. Ich erkannte, dass ich dafür tatsächlich einen Berufswechsel vom gesicherten Zahnarztdasein in eine ungewisse Zukunft in Betracht ziehen wollte, und fürchtete mich lange vor diesem Schritt. Im Lauf von zwei Jahrzehnten hatte ich meine zahnärztliche Tätigkeit zwar sehr verändert und Naturheilkunde, Hypnose und manuelle Therapien eingebunden. Auch eine kleine Naturheilpraxis führte ich „nebenher“.

Doch letzten Endes beschloss ich, nicht zuletzt dank Ulrike Bergmanns Unterstützung, all meine Energie auf EIN Ziel zu setzten. Und so schloss ich die Zahnarztpraxis. Seither erlebe ich in meiner naturheilkundlichen Praxis die Freude, ruhig, völlig selbstbestimmt und sinnorientiert arbeiten zu können.

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee, bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?

Wenn Träume mehr Selbstverständlichkeit als Traum sind, kommt einem das Warten nur wie eine lange Vorbereitungszeit vor: Eine Weltreise zu machen… in Afrika Tiere zu beobachten… im Ausland zu arbeiten… Seit frühester Kindheit war ich gewiss, dass ich eines Tages all das erleben würde, und konnte sehr entspannt abwarten.

Die erste Idee, meine berufliche Zukunft zu verändern, hatte ich schon während des Zahnmedizinstudiums. Dennoch hat es, alles in allem, 20 Jahre gedauert. Und dieses „Warten“ war unendlich viel mühsamer – vor allem, weil ich keine klare Vorstellung von meinem Ziel hatte.

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet, und wie sind Sie damit umgegangen?

Die größte Herausforderung war für mich, meine Ängsten oder alten Muster als solche zu erkennen und dahinter meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Das war sehr oft mühsam und manchmal schmerzhaft. Aber das Bedürfnis, präsent und froh zu sein, wurde ein immer klareres Ziel in mir. Daraus entwickelte sich eine ungeahnt starke Kraft und Zähigkeit. Und seit ich erkannt habe, dass nur ich selbst mir meine Träume erlaube oder verbiete, ist es deutlicher und leichter geworden.

Eine große Herausforderung war auch, zuzugeben, dass ich Hilfe von anderen brauche, um meinen Träumen näher zu kommen. Ich habe lange gezögert, Unterstützung anzunehmen. Doch auch hier lassen mir meine inneren Widerstände keine Ruhe, bis ich die Botschaft dahinter entdeckt habe. Heute empfinde ich die Fähigkeit zur gegenseitigen respektvollen Verbundenheit und Unterstützung als unendlich kraftvoll.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer oder was hat sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?

Immer wieder waren andere Menschen da, von denen ich Impulse und Ideen, Nähe und Unterstützung bekam: meine Schwestern, Freunde, Therapeuten, Coaches, Kollegen. Oft kostete es mich Überwindung, diese Hilfe anzunehmen. Wirklich wertvoll waren für mich immer Hilfestellungen, die viel eigenen Einsatz erforderten. So z.B. im „Jahr des Wohlergehens“ mit Ulrike Bergmann, wo ich schon nach dem ersten Arbeitstreffen beschloss, mein Leben als Zahnärztin zu beenden (danke, Ulrike!) – auch ohne eine sichere Idee für die Zukunft. Die Coachinggruppe war in dieser Situation ungeheuer kraftspendend, so dass bald aus irgendeinem Winkel meines Gehirns neue Zukunftsideen entstehen konnten. Dieser intensiven Unterstützung und meiner eigenen inneren Überzeugung verdankt meine seit nunmehr 8 Jahren bestehende Naturheilpraxis ihre Existenz.

Fortgesetztes Lernen und Spüren ist in meinem Leben als Heilpraktikerin ein sich immer wieder erfüllender Traum. Mit vielen verschiedenen Methoden und auf unterschiedlichste Weise unterstütze ich andere auf dem Weg zu mehr körperlicher und/oder seelischer Leichtigkeit. Auch hier hilft mir die fachliche und freundschaftliche  Auseinandersetzung mit anderen immer präsenter zu sein, viele Dinge zu hinterfragen und manches auf den Punkt zu bringen. Vor allem mit meiner Praxiskollegin tausche ich mich regelmäßig und gern aus. Das wäre allein vielleicht manchmal weniger anstrengend, dafür insgesamt aber auch wesentlich weniger erfüllend und bereichernd.

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?

Der erste Schritt zum Traum ist, ihn wahrzunehmen. In mir gibt es eine absolute Sicherheit, dass sich alle Träume verwirklichen lassen – nur ich selbst stehe dem vielleicht im Weg. Von der inneren Erlaubnis bis zur Traum-Realisierung ist in meinem Leben jedes Mal fast schon unanständig wenig Zeit vergangen. Und dann brauchte ich nur noch etwas Mut, loszugehen…

„Wo die Aufmerksamkeit ist, dahin richtet sich auch die Energie“. Dieser Satz bewahrheitet sich für mich immer von neuem. So arbeite ich hartnäckig weiter an meiner inneren Freiheit. Sie verbindet mich mit meinem Vertrauen, mit meiner (helfenden) Umwelt – und sie rückt mir alle Träume dieser Welt in greifbare Nähe.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?

Mein nächster Traum? Ist schon in Arbeit: Ich organisiere ein Gesangs-Seminar mit der Roma-Sängerin Ida Kelarova. Es wird vom 29.11. bis 1.12.2013 in Hofhegnenberg westlich von München stattfinden und bietet denen, die sich emotional weiterentwickeln wollen, eine ungewöhnliche und überraschende Möglichkeit dazu. Es gibt viel Atmen, viel Gefühl, tolle Musik und viele wundervolle Lieder. Interesse? Anfragen gerne an hp@ettemeyertherapie.de.

Vielen Dank, Frau Ettemeyer, für das Gespräch und die persönlichen Einblicke, die Sie uns gewährt haben. Ich bin sicher, dass es Ihnen gelingt, Ihren Lebensweg weiterhin mit viel Freude, Ruhe und Selbstbestimmtheit zu gestalten.  Der Workshop mit Ida Kelarova trägt sicher dazu bei 🙂

In der nächsten Woche wird Ihnen Ruth Frobeen erzählen, was ein Geschenk zum Hochzeitstag mit Ihrem Traum zu tun hat.

 

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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