Ingrid Solvana Dankwart: Spielerisches Sein

Dankwart_PorträtIn wichtigen Momenten meines Lebens trafen wir uns “zufällig” – und dann hatte sie jeweils einen wichtigen Impuls für mich bereit. So wunderte es mich wenig, dass ich Ingrid Solvana Dankwart diesen Sommer wieder einmal traf. Ihre Aktivitäten hatte ich weiterhin beobachtet und wusste daher, dass sie ein Spiel entwickelt hatte. Als sie es mir bei einem Treffen vorstellte, war ich fasziniert von seinen vielfältigen Möglichkeiten. Daher wollte ich erfahren, wie sie darauf gekommen ist und wie es damit weitergeht. Derzeit steht das Crowd-Funding für des dialogja Bewusstseinsspiel an. Sie können sich mit einem kleinen oder großen Beitrag daran beteiligen, dass es weitere Verbreitung findet. Vielleicht inspiriert Sie dieses Interview dazu, das dialogja Bewusstseinsspiel auszuprobieren.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Eine Frage war mir nie bewusst. Vielmehr folgte ich meinem Motto:
Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und fragen: ‘Warum?’ Ich wage, von Dingen zu träumen, die es niemals gab, und frage: ‘Warum nicht?’ 
Robert Browning, Dichter und Dramatiker
Damit war ich in den letzten Jahren unterwegs. Ich wusste nicht, was diese “gab es noch nie” war, spürte nur, dass mein ganzes Sein auf spielerisches Tun ausgerichtet war. Leicht und einfach etwas bewirken, vielleicht eine Methode oder eine spezielle Art des Coaching. Dass ein Spiel entstehen würde, war mir lange verborgen.

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Der Traum kam völlig unerwartet ans Tageslicht. Bei einem Besuch von Martina Haller entstanden Impulse, ein Spiel zu entwickeln. Nach drei Tagen war das Grundgerüst fertig und wir spielten es gemeinsam. Alle Bestandteile dafür fanden wir in meinem Haushalt; es schien, als hätte das Material nur darauf gewartet. Rein „zufällig“ hatte ich es ein paar Wochen vorher sortiert. Der Clou war, dass uns zum Schluss noch eine Schatzkiste fehlte. Zwei Tage zuvor hatte ich zwei davon bestellt. Sie waren für einen Vortrag gedacht, kamen aber zu spät an. So konnten wir sie für das dialogja®-Spiel verwenden. Und dann spielten wir – ein WOW-Effekt.

Dankwart_Spielfeld-neuManche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?
Die erste Version war schnell geschaffen. Danach brauchte es einige Zeit, bis alles seine endgültige Form fand. Ich schrieb Karten-Sets – für das Spiel werden vier verschiedene Sets gebraucht. Nach und nach entstanden die grafische Umsetzung und Ideen, wie es vermarktet, weitergegeben und produziert werden kann. Und ganz wichtig: das dialogja®-Bewusstseinsspiel sollte umfangreich getestet werden. Inzwischen habe ich viele Spielrunden durchgeführt und wertvolle Erfahrungen gemacht. Die Resonanz war großartig. Am Spiel veränderte sich noch einiges, doch die Grundidee ist immer gleich geblieben.
Es dauerte 2 Jahre, bis wir nun soweit sind. Wir haben einen Verlag an unserer Seite, der mehr als 100% hinter uns steht. Jetzt hat die Crowdfunding-Phase begonnen. Wenn diese erfolgreich abgeschlossen ist, geht es in die Produktion.

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet und wie sind Sie damit umgegangen?
Oh ja, meine Erfahrungen sind vielfältig. Die große Herausforderung war, trotz vieler Rückschläge den Glauben an meine Vision zu erhalten und mich nicht auszubremsen zu lassen, sondern weiter zu machen. Manchmal sind es die kleinen Schritte, die den gewünschten Erfolg bringen.
Dafür brauchte ich Offenheit für kreative Lösungen und für Impulse abseits der Norm. Manchmal kommt die Hilfe aus einer anderen Ecke, als wir denken. Das war eine wichtige Erfahrung für mich.
Wichtig war auch, die Liebe und Begeisterung aufrecht zu erhalten für das, was diesen Traum auszeichnet.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat Sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?
Es gibt viele Menschen, die mich mit konkreter Hilfe und den Glauben an dieses Spiel bestärkt haben. Mein Mann Franz Dankwart hat die Erstellungsphase miterlebt und an mich geglaubt. Er unterstützt mich weiterhin nach seinen Kräften.
Dazu gehören auch alle Spielteilnehmer, die sich auf das Abenteuer ihres Lebens eingelassen haben, sowie Inga Dalhoff, die als erste regelmäßig dialogja®-Abende angeboten hat. Und schließlich der Verlag Neue Welten Design und Claudia Herpich. Ohne diese Menschen wäre das Spiel noch nicht so weit.

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Ich lächele gerade, weil im dialogja®-Spiel ein Kartenset „Erkenntnisse“ enthalten ist.
Wichtig war für mich, trotz mancher Rückschläge weiter zu machen. Immer wieder davon überzeugt zu sein: es wird verwirklicht. Auch wenn dies nicht in der Geschwindigkeit voran ging, wie ich es gern wollte.

Vertrauen in die Verwirklichung, immer wieder überzeugt zu sein, dass ich den richtigen Weg gehe. Dabei war es wichtig, öfter den Blickwinkel zu verändern und einen anderen Weg zu gehen. Dabei meiner Vision treu zu bleiben.
Meinen Glauben zu erhalten, dass alles in die richtige Form kommt und die finanziellen Herausforderungen überwunden werden.
Geduld zu haben, wenn es nicht in der Geschwindigkeit voran ging, wie ich es gern hätte.
Bestärkt haben mich immer die wundervollen Feedbacks der Teilnehmer. Für manch einen hat sich das Leben durch das Spiel sehr positiv verändert.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?
Ich bin schon mitten drin: zum dialogja®-Bewusstseinsspiel wird es viele Karten-Ergänzungs-Sets geben. Zu den Themen Unternehmertum, Teamentwicklung, Geld, Beziehungen, Kooperation und Lebensbestimmung sind sie schon fertig. Als nächstes schreibe ich Karten zu Erfolg, Gesundheit und Loslassen / Trauer. Gern nehme ich auch weitere Themen auf. Etwas später wird es ein Familienspiel geben, mit dem Eltern und Kinder Achtsamkeit und Wahrnehmung spielerisch erleben.
Mein größter Traum ist es, die Welt durch viele spielerische Impulse in Form von Karten und Spielen lebenswerter zu machen. Und zwar nicht nur durch mich, sondern auch durch andere Menschen, die ich dabei begleite, ihren eigenen Ausdruck in einem spielerischen Produkt realisieren.

Herzlichen Dank, liebe Ingrid Dankwart, dass Sie uns teilhaben lassen an Ihrer Vision. Mehr Leichtigkeit in die Welt zu bringen, ist ein Anliegen, das uns beide verbindet. Daher wünsche ich uns, dass sich viele Menschen von unseren Visionen begeistern lassen 🙂

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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