Esther Debus-Gregor: Ein Film vom Ultramarathon

Debus_PorträtMeine Gesprächspartnerin Esther Debus-Gregor ist freie Redakteurin und Beraterin mit einem Faible für neue Technologien. Als wir uns das erste Mal trafen, erzählte sie davon, dass sie mehr und mehr Videos machen möchte. Einige Wochen später tauchte ihr Name wieder auf, als mir Kai Gabriele Krüger von ihrem Ultramarathon erzählte. Jetzt wollte ich mehr wissen und bat Esther Debus-Gregor, mir mehr von ihrem Traum und seiner Umsetzung in diesem Sommer zu berichten. Hier erfahren Sie mehr – und auch das Ergebnis lässt sich sehen.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Es war eher ein ganzes Fragenbündel, und genau kann ich sie nicht rekonstruieren. Aber als pragmatisch veranlagter Mensch stelle ich mir meistens Fragen in der Art: „Wie kann ich erreichen, dass…“, und so wird es auch hier gewesen sein. Etwa: „Wie kann ich meine Neugier auf die Welt und auf spannende Menschen, meine Experimentierfreude und Begeisterung für neue technische Möglichkeiten so einsetzen, dass für mich und mein Gegenüber etwas Nutzbringendes entsteht?“

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Ich habe eine Videoreportage gemacht, und dafür eine Läuferin auf dem 100-km-Ultramarathon in Biel/Schweiz und bei den Vorbereitungen filmisch begleitet. Mein Ziel war, auszuloten, wie mit einfachen Mitteln und locker-spielerisch neue Blickwinkel erschlossen werden können. Den Film habe ich konzipiert, gedreht, geschnitten und in Zusammenarbeit fertig gestellt.

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei Ihnen gedauert, von der ersten Idee bis Sie Ihren Traum verwirklicht hatten?
Etwas mehr als ein Jahr.

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind Sie begegnet und wie sind Sie damit umgegangen?

Anfangs wusste ich nicht genau, wie viel ich an Handwerkszeug brauche. Ich habe reichlich experimentiert und das Beste aus dem gemacht, was vorhanden war. Viele Anfängerfehler. Es hat alles länger gedauert als veranschlagt.

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat Sie dabei unterstützt, Ihren Traum zu verwirklichen?
Das Geschenk war, dass Kai Gabriele Krüger spontan zugestimmt hat, ihre „Biel-Geschichte“ mit filmischen Mitteln umzusetzen. Es war ja ein Abenteuer: Fahrradbegleitung bei einem Ultramarathon und dazu mit allen möglichen technischen Gerätschaften konfrontiert zu sein.
Ich hatte klare Bilder im Kopf. Bilder, die ich unbedingt konkretisieren wollte – aber letztlich ist alles doch anders gekommen als vermutet. Es hieß, spontan mit den Gegebenheiten vor Ort umgehen. Da hat es sehr geholfen, dass Frau Krüger in ihrer Rolle als Läuferin Vertrauen in mich hatte und als Unternehmensberaterin ein gutes Gefühl für das Machbare.
Ich bin kein so besonders geduldiger Mensch, und von daher hat es mich sehr fasziniert, wie jemand mit so viel Ausdauer an einer Sache dranbleiben kann. Die Philosophie, die dahinter steckt, kann ich mir auf jeden Fall zunutze machen.

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren Ihre wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Ich habe ein Gefühl dafür entwickelt, welche Talente bereits vorhanden sind und was ich noch ausbauen muss. Fehler und Umwege gehören dazu – das klingt banal und nach Allgemeinplatz, ist trotzdem eine „Erkenntnis“, es letztlich bewusst zu akzeptieren. Ich habe gelernt, dass ich nicht so ungeduldig mit mir selbst sein soll.

Zum 100-km-Lauf konkret: Natürlich war mir vorher klar, dass niemand von einem Tag auf den anderen solche Höchstleistungen vollbringt, und es war gut unmittelbar mitzuerleben, wie so etwas Früchte bringt. Etliche Aussagen, die Frau Krüger im Interview zum Thema „einen Schritt weiter gehen“ gemacht hat (es sind im Film nur Ausschnitte aus einem über einstündigen Interview), haben sich mir tief eingeprägt.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum wollen Sie als nächstes realisieren?
Ich möchte noch mehr in Richtung Crossmedia gehen und mit möglichst einfachen Mitteln qualitätsvolle interaktive E-Books generieren. Zum anderen möchte ich mehr mit Live-Video arbeiten und hier neue Formate mitentwickeln.

Als pragmatischer Traum formuliert: Wie entsteht aus der Kombination von „konventionellen“ und „neuen” Medien etwas ganz Eigenes?

Herzlichen Dank, liebe Esther Debus-Gregor, dass Sie uns an der Verwirklichung Ihres Traums teilhaben lassen. Ich bin gespannt, wie Sie in Zukunft die unterschiedlichen Medien miteinander verknüpfen und dadurch andere Zugänge zu Themen ermöglichen. Dafür wünsche ich Ihnen alles Gute!

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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