Cornelia Beyer: Meine ganz eigene Arbeit entwickeln

Beyer_Porträt-HalbprofilHeute stelle ich Ihnen einen Frau vor, die auf ihrem Weg beherzigt hat, wovon ich schon lange überzeugt bin: Wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu finden oder – wie im Fall von Cornelia Beyer – die eigene Arbeit zu entwickeln. Auf diese Weise entsteht etwas sehr Persönliches und oft auch Erstaunliches. Dann spielt es auch keine Rolle, wenn sich Hindernisse in den Weg stellen, die zunächst beseitigt werden müssen. Lassen Sie sich von diesem Gespräch anregen, nach dem Ausschau zu halten, was Sie selber auszeichnet, was Ihnen wichtig ist und Sie einzigartig macht.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Womit hat dein Traum begonnen?
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich 15 Jahre alt war und meinen erstaunten Freundinnen ganz entschlossen erklärte: „Mit 30 hab ich meine ganz eigene Arbeit entwickelt und bin voll glücklich darin.“ Es sollte allerdings wesentlich länger dauern. 

Werden wir konkret: Welchen Traum hast du verwirklicht?
Nach einem beeindruckenden Auslandsaufenthalt in Palästina und vielfältigen inneren und äußeren Ausbildungen habe ich 2003 meine erste eigene Praxis „Integrative Maltherapie und Trauma-Bewältigung“ eröffnet. Damit hatte ich die Arbeit gefunden, die mich emotional tief berührte und gleichzeitig mein Bedürfnis nach ausreichend Freiraum und Verantwortung stillte. 

Manche Träume brauchen ihre Zeit. Wie lange hat es bei dir gedauert, von der ersten Idee bis du deinen Traum verwirklicht hatten?
Das lässt sich nicht an einer bestimmten Zahl festmachen. Bis ich „das ganz Eigene“ entwickelt hatte, war ich zwar Mitte 40 geworden, hatte vorher schon als Astrologin und mit anderen Themen nebenbei selbständig gearbeitet. Ich lerne sehr gerne und widme mein Leben der Frage „Wie ist tiefe Heilung und Transformation möglich?“ Daher werde ich meinem „Arbeitsdiamanten“ wahrscheinlich immer wieder neue Facetten hinzufügen. 

Der direkte Weg ist selten der kürzeste. Welchen Herausforderungen und Hindernissen sind dir begegnet und wie bist du damit umgegangen?
Durch einen Pflegefall in meiner Familie kurz nach meiner Praxiseröffnung 2003 stand ich bis 2011 über lange, anstrengende Jahre unter einer hohen privaten Belastung. So ist meine Praxis verständlicherweise nur langsam gewachsen. Das war sehr schmerzhaft für mich. Trotzdem habe ich nicht aufgeben und bin mir und meiner Vision treu geblieben. Im Herbst 2010 hab ich mit einem veränderten Konzept und zusätzlichen Elementen, wie der Hypnosetherapie, zum zweiten Mal gegründet und mir bewusst eine bestimmte Zielgruppe gesucht. Heute begleite ich in meiner Praxis „Erdgezeiten“ schwerpunktmäßig Paare mit unerfülltem Kinderwunsch auf dem Weg zum eigenen Kind und in der Vorbereitung auf die Geburt. 

Erfolge entstehen mit anderen. Wer und was hat dich dabei unterstützt, deinen Traum zu verwirklichen?
Einige Freunde haben mich darin unterstützt dranzubleiben. Sehr wesentlich für die Umsetzung meiner Geschäftsidee bei der zweiten Gründung waren das telefonische Gruppencoaching „Der erfolgreiche Praxisstart“ mit Ulrike und Doris Stahl sowie Ulrike Bergmanns GründerErfolgsTraining bei der IHK. Beides half mir, meine Kernbotschaft und mein Marketing tiefer miteinander zu verbinden. Zu meiner großen Freude habe ich beim von GUIDE München ausgeschriebenen Wettbewerb „Best Concept 2011“ den 2. Platz gewonnen. Heute sind es meine Erfolgspartnerin und meine Kollegen in der Ambulanz. Und natürlich immer wieder die Kinder, die durch die gemeinsame Arbeit in der Praxis entstehen 🙂 

Erkenntnisse sind die Schatzkiste des Erfolgs. Was waren deine wichtigsten Erkenntnisse auf dem Weg?
Ich weiß heute, dass alles – auch alle Hindernisse und Schwierigkeiten – in einem großen Zusammenhang stehen, den ich „unterwegs“ gar nicht so durchschaue. Im Nachhinein verstehe ich den roten Faden, der mich „geschliffen“ und auf die Verwirklichung meines nächsten Traumes vorbereitet hat.
Ich staune, wie viel Jugendliche über sich selbst und ihren Weg wissen… Mein Dank gilt ganz eindeutig auch meiner inneren, konsequenten Fünfzehnjährigen.
Ganz wichtig: Gemeinsam geht es leichter und macht außerdem wesentlich mehr Spaß.
Ich bin immer wieder aufs Neue erstaunt, dass ich von meiner Zielgruppe gefunden werde, sobald ich ganz klar zu mir und zum essentiellen Kern meiner Arbeit stehe.

Ausblick in die Zukunft: Welchen Traum willst du als nächstes realisieren?
Mein nächster Traum kam im letzten Herbst auch als Ruf von Außen auf mich zu. Neben meiner Privatpraxis arbeite ich seit Sommer 2013 im Team der Münchner Ambulanz für Hypnosetherapie. Dort begleite ich Menschen, die sich auf das Ende ihres Lebens vorbereiten oder die zum Übergang in einen neuen Lebensabschnitt alte Traumata heilen oder transformieren möchten. Da gibt es gewisse Ähnlichkeiten zu den physischen Zeugungs- und Geburtsprozessen. Ich schätze mich glücklich, Menschen an verschiedenen Schwellen ihres Lebens präsent und einfühlsam mit meinen Gaben dienen zu können.

Herzlichen Dank, liebe Cornelia, für diese Einblicke in deinen Weg zur Traumverwirklichung. Ich wünsche dir, dass viele Menschen zu dir kommen, um anstehende Übergänge bewusst zu gestalten und ihre Traumata zu heilen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.