Rückblick 2013 / Ausblick 2014: Den roten Faden erkannt

Was hat das vergangene Jahr ausgemacht? Was waren die wichtigsten Ereignisse und in welchem Zusammenhang stehen sie? Ausgelöst durch und als Beitrag zur Blogparade von Peer Wandinger entstand der Wunsch, mein Jahr 2013 unter beruflichen Vorzeichen Revue passieren zu lassen, auch wenn ich gedanklich schon im neuen Jahr bin. Angefangen hat es damit, dass ich mir ein Motto für das Jahr wählte: Mein Jahr der erfüllten Träume und Wünsche. Das war es tatsächlich, wenn auch anders als erwartet.

(M)Ein Buchprojekt als roter Faden

Das wichtigste Ereignis 2013 war mein Buchprojekt. Auch wenn ich dies Ende 2012 noch nicht als das zentrale Thema gesehen habe, hat es in gewisser Weise das ganze Jahr bestimmt. Der Wunsch, wieder ein Buch zu schreiben, war schon länger vorhanden. Immerhin waren meine ersten drei Bücher im 2-Jahres-Rhythmus erschienen. Das letzte liegt allerdings über zehn Jahre zurück, und keines davon ist noch im Buchhandel erhältlich. Das hatte auch sein Gutes, denn ich setze heute andere Schwerpunkte. In den letzten Jahren hatte ich bereits zwei Anläufe unternommen, die aus unterschiedlichen Gründen scheiterten. Die Zeit war einfach noch nicht reif. Doch Ende 2012 war der Impuls so stark – und schnell fügte sich eines zum anderen. Wie dies geschah, entspricht ziemlich genau dem Vorgehen, das ich in meinem Buch vorstelle 😉

Entschiedenheit

Im Rahmen meiner Überlegungen am Jahresende 2012 tauchte „ein Buch schreiben“ als eines der Top-Themen auf. Beim Weihnachtsfrühstück mit Bettina Stackelberg sprachen wir über das Bücherschreiben im Allgemeinen und ich erwähnte, dass ich 2013 dieses Projekt endlich anpacken wolle. Bettina schlug vor, mich mit ihrem Lektor zusammenzubringen und bereits Anfang Januar fand ein Treffen statt. Wir sprachen über das Für und Wider einzelner Themen, und ich schrieb ein Konzept.

Vorstellungskraft entwickeln

Für das Konzept hatte ich zwei Aufgaben: eine Gliederung erstellen und mir meine ideale Leserin vorstellen. Dass dies eine Frau sein würde, war schnell klar. Doch in welcher Ausgangssituation befindet sie sich? Was ist ihr wichtig? Was möchte sie erreichen? Hier war Fantasie gefragt – etwas, was ich den Teilnehmenden meiner Coachinggruppen immer wieder abverlange: sich vorstellen, wie ihre idealen Kunden aussehen. Nun war ich selber an der Reihe 😉
Je klarer ich diese Person vor meinem geistigen Auge sah, desto leichter fiel mir später das Schreiben.

Unterstützung holen

Seit über zwanzig Jahren arbeite ich mit Unterstützungsgruppen. Ich initiiere sie und bin selber immer wieder Mitglied in solchen Gruppen. Früher waren dies Erfolgsteams, später Mutmacher-Gruppen oder –Tandems. Daher war es nur folgerichtig, dass ich mir wieder eine Gruppe gesucht habe. Mitte Februar starteten wir zunächst eine Mastermindgruppe, deren Zusammensetzung sich im Verlauf des Jahres zweimal änderte. Diese Form der gegenseitigen Motivation und Bestärkung hatte ich bereits zwei Jahre zuvor in einer telefonischen Variante erlebt und sehr davon profitiert. Um nicht in die Rolle der Leiterin zu verfallen, wählte ich bewusst eine neue Variante.
Durch Michael und meine „Mädels“ erhielt ich immer wieder Anregungen und Impulse, wenn ich zögerte, mich verzettelte oder gedanklich im Kreise drehte. An dieser Stelle herzlichen Dank an Bettina Stackelberg, Maren Martschenko, Claudia Dietl und Bettina Sturm wie auch an Michael Künnemann, der für eine „Saison“ dabei war. Toll, was wir in diesem Jahr miteinander bewegt und erreicht haben!! 🙂

Den inneren Ratgeber einbeziehen

Als im Sommer die erste Fassung fast fertig war, gab ich sie einer meiner idealen Leserinnen – und erhielt ein etwas ungnädiges Feedback. So ist das, wenn man sich nach vielen Jahren der Abstinenz wieder auf das „lange“ Schreiben und dazu noch auf ein neues Format – Pocket-Buch statt wie bislang „großes“ Buch – einlässt. Einen Tag war ich beleidigt, ehe ich mich wieder an die Arbeit machte.
Ein sehr guter Begleiter und Helfer beim Neustart war mein innerer Ratgeber. Statt wie zuvor über den Kopf die Inhalte zu sortieren, habe ich die einzelnen Kapitelüberschriften auf Karten geschrieben, sie auf den Boden gelegt und anschließend nach Gefühl sortiert. So entstand eine etwas andere Struktur. Zu den Inhalten der jeweiligen Kapitel bat ich meinen Ratgeber um Hinweise – und schrieb mit, was in dieser inneren Verbindung auftauchte. Die Ergebnisse haben mich teilweise selber überrascht. Manchmal sind Umwege erforderlich, um ans Ziel zu gelangen 😉

Immer wieder ausrichten

Dieses Feedback, das zu einer neuen Struktur und anderen Inhalten führte, war nur eines der Hindernisse, die mir begegnet sind. Es gab auch andere, die vor allem zeitlicher Natur waren. So hatte ich mir ein zweites großes Projekt für 2013 vorgenommen: einen Relaunch meines Auftritts.
Als ich 2009 meinen letzten großen Traum verwirklichte – den Umzug an den Starnberger See – änderte ich auch meinen visuellen Aufritt. Damals war es der Abschied vom „Büro für ungewöhnliche Zielerreichung“ und die Ausrichtung auf „Die Mutmacherin“ mit einem Weg ins Licht und der vorherrschende Farbe Purpur. Doch mit der Zeit stellte ich fest, dass diese Optik nicht mehr stimmte.
Mitten in der heißen Phase des Buchprojekts (Abgabetermin: 14. November) fand zudem am 1. Oktober 2013 das 5-jährige Jubiläum meines Mutmacher-Magazins statt. Dazu schenkte ich mir einen neuen Auftritt von Magazin und Webseite und meinen Leserinnen und Lesern fünf Tage voller Überraschungen.
In diesen Wochen habe ich voller Demut und Hochachtung erkannt, wie viel eine klare Ausrichtung in Verbindung mit dem Loslassen von Vorstellungen und Erwartungen bewirkt. Es war eine Bestätigung für alles, woran ich glaube und was auch im Buchtitel zum Ausdruck: Mit Leichtigkeit zum Ziel! Anders hätte ich dieses Großprojekt niemals gestemmt! An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Konstanze Weimer für die Leichtigkeit und Eleganz, mit der wir zusammengearbeitet haben.

Sinnvoll handeln!

An manchen Stellen hätte ich gerne aufgegeben und die vielen einzelnen Themen oder „Baustellen“ losgelassen. Doch am Ende des Jahres bin ich froh, dass ich mich auf diesen “Weg des geringsten Widerstands” eingelassen habe. Er war bestimmt von zielgerichtetem Handeln. Nicht Aktionismus, nur damit etwas getan ist und man das Gefühl hat, aktiv zu sein. Sondern in der Weise, dass es zu mir und meinen Vorhaben passt. Das gelingt nur, wenn ich mich auf meine höhere Führung einlasse, die mir zum rechten Moment die passenden Impulse gibt. So entstand in 2013 neben den bereits erwähnten Projekten Relaunch von Webseite und Blog sowie Buch auch noch eine klare Ausrichtung für die Zukunft. Und damit sind wir bei den

Vorhaben für 2014

Künftig besteht mein Angebot aus zwei Schwerpunkten:

  • Mit Leichtigkeit zum Ziel – der Titel meines Buches wurde durch die intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten auch zum „Programm“. Die zentralen Fragen, um die sich alles dreht sind: Wie entsteht Leichtigkeit? Wie halte ich sie oder kehre dorthin zurück, wenn sich die Dinge anders entwickeln? Eine Zeitlang sprach ich von „entspannt erfolgreich“, bis mir klar wurde, dass Leichtigkeit eine ganz andere Qualität hat 😉
  • Mutig dem eigenen Weg folgen – dies ist der Untertitel meines Buches, das am 3. März erscheint. Hier geht es darum, wie wir unseren persönlichen Weg erkennen und den Mut entwickeln, ihn auch zu gehen. Das Bild, das ich dafür gewählt habe, ist das Wasser, das auf dem „Weg des geringsten Widerstands“ ans Ziel gelangt. Es kennt seine Bestimmung und sein Ziel und lässt es sich durch nichts und niemanden aufhalten. Wenn es nicht auf dem direkten Weg geht, findet es einen Umweg. Übertragen auf unsere eigenen Ziele bedeutet dies: herausfinden, was wir wirklich wollen und uns immer wieder darauf ausrichten… auf die Hinweise unseres Körpers achten, der ein hervorragender Wegweiser ist… unseren innerem Ratgeber einbeziehen… und bei Hindernisse und Widerständen statt zu hadern einen Umweg finden, auch mal Pause machen und vor allem: innehalten und vertrauen.

Ich freue mich auf vielfältige Landschaften, durch die mich mein Weg in 2014 führen wird, und die meinen Horizont erweitern. Dazu gehören auch zahlreiche Gespräche mit alten Bekannten und neuen Kontakten. Und einige Überraschungen, die das Leben auch noch bereit hält 🙂

Achja, mein Motto für 2014 heißt übrigens Mein Jahr der Leichtigkeit.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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