Die passende Begleitung für Ihren Weg erkennen: 4 Kriterien

EntenfamilieWollen Sie etwas erreichen, was Sie bislang noch nicht geschafft haben?
Vielleicht etwas Neues wagen, das Sie für Sie noch ungewohnt, fremd oder sogar beängstigend ist?

Dafür brauchen Sie Wegbegleiter, die Sie bei der Stange halten, Ihnen helfen, wenn Hindernisse auftauchen oder sich der Schweinehund bemerkbar macht und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders wertvoll Begleiter sind Menschen, die ebenfalls etwas erreichen wollen und mit denen Sie sich regelmäßig treffen, austauschen und konkrete Schritte vereinbaren.

Doch woran erkennen Sie, wer sich dafür eignet und wem Sie besser aus dem Weg gehen? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Eigene Bedürfnisse und Erwartungen klären

Bevor Sie Ihre Suche beginnen, sollten Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Erwartungen klären. Dazu dienen die folgenden Fragen:

  • Was sind Ihre Kriterien für eine zielführende Unterstützung? Was möchten Sie dadurch erreichen, erfahren, entwickeln oder hinzu lernen?
  • Was erwarten Sie von ihren künftigen Teampartnern?
    Kriterien können sein, dass alle einen ähnlichen Stand der Erfahrung haben, vom Alter her passen oder am gleichen Punkt Ihrer eigenen Entwicklung stehen.
  • Was ist Ihnen wichtig in einer Zusammenarbeit?
    Hier einige Aspekte: Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Wertschätzung, Offenheit, Flexibilität, Termintreue, Hartnäckigkeit…
    Zu vier wichtigen Auswahlkriterien kommen wir weiter unten.
  • Was sollte unter keinen Umständen eintreten? Was wäre für Sie ein Ausschlusskriterium?
    Hier hat jeder seinen eigenen Wertekatalog oder Erfahrungshintergrund, der einen Einfluss auf die Auswahl der Wegbegleiter hat. Ihre Antworten beinhalten auch Gründe, aus denen Sie eine Zusammenarbeit beenden würden.

Hinzu kommen noch einige Detailfragen, die im zweiten Schritt wichtig sind:

  • Wie häufig soll ein Austausch stattfinden? Hier ist alles möglich zwischen einmal wöchentlich und einmal im Quartal. Entscheidend ist, für welche Art von Vorhaben Sie eine Begleitung suchen und wie schnell Sie dieses umsetzen wollen.
  • In welcher Weise soll der Austausch erfolgen: Persönlich, per Telefon oder Skype?
  • Wie viele Begleitpersonen suchen Sie? Genügt Ihnen eine Person, mit der sie ein Tandem bilden, oder wollen Sie eine größere Gruppe um sich sammeln. In jedem Fall sollte Ihr Unterstützungsteam nicht mehr als sechs Personen umfassen.

Seien Sie bei diesem Fragen absolut ehrlich mit sich selbst.

Alle Ihre Erwartungen – auch die unausgesprochenen – haben einen Einfluss darauf, ob Sie die zu Ihnen passenden Weggefährten finden oder nicht. Nur wenn Sie wissen, was Sie sich wünschen und von Ihrer Begleitung erwarten, finden Sie auch die zu Ihnen passenden Menschen.

Vier wichtige Kriterien für Ihre Auswahl

Sympathie mag auf den ersten Blick ein wichtiges Kriterium sein, spielt tatsächlich jedoch eine viel geringere Rolle als zumeist angenommen. Viel wichtiger sind diese vier Faktoren, die Ihre möglichen Ergebnisse sehr viel stärker beeinflussen als Sympathie.

Bereitschaft zur Veränderung

Suchen Sie sich Menschen, die wirklich bereit sind, eigene Vorstellungen zu verwirklichen oder Situationen zu verändern, die nicht mehr passen. Andernfalls geraten Sie an “Ja, aber“-Menschen, die jede Empfehlung und Anregung erst einmal ablehnen. Wenn man selber etwas erreichen möchte, sind die Bedenkenträger zu anstrengend. Wichtig ist allerdings, dass Sie auch ihre eigene Einstellung zu Veränderungen überprüfen. Denn mit Ihrer eigenen Haltung ziehen Sie genau die Menschen an, die damit in Resonanz gehen. Je größer Ihre eigene Bereitschaft ist, desto leichter wird es Ihnen fallen, Menschen zu gewinnen, die Großes erreichen wollen und mit denen Sie selber ebenfalls Großes erreichen können.

Verbindlichkeit im Handeln

Zur Änderungsbereitschaft muss noch die Verbindlichkeit zum Handeln hinzukommen. Erst in dieser Kombination – eine Veränderung wollen plus konkrete Schritte dafür unternehmen – entstehen tatsächlich Ergebnisse. Daraus erwachsen die erforderliche Kraft und der Wille, sich stetig weiter in Richtung der eigenen Wünsche und Vorstellungen zu bewegen.

Wie erkennen Sie, ob diese Verbindlichkeit tatsächlich gegeben ist?
Fragen Sie Ihre Gesprächspartner, wie sie mit widrigen Umständen umgehen. Wie lange bleiben Sie dran? Bei welchen Gegebenheiten verzichten sie auf eine Fortsetzung?

Wie sieht es bei Ihnen selber aus?
Lassen Sie sich durch Hindernisse leicht von einem Vorhaben abbringen? Oder bleiben Sie dran, bis Sie einen Weg gefunden haben.

Offenheit für Hinweise und neue Ideen

Ein vertrauensvolles Miteinander zeichnet sich dadurch aus, dass alle bereit sind, sich zu öffnen und auch über Punkte sprechen, die als unangenehm oder heikel empfunden werden. Dazu muss man das Visier auch mal fallen lassen statt den anderen ein vermeintlich perfektes Selbstbild zu präsentieren. Dieses lässt sich in einer Unterstützungsgruppe ohnehin nicht lange aufrechterhalten.

Es kommt ein weiterer Aspekt hinzu.
Wem es schwer fällt, anderen zu vertrauen und von ihnen Anregungen und Feedback anzunehmen, wird auch in den Rückmeldungen an andere zurückhaltend und vorsichtig sein. Wer offen ist für ungewohnte Ideen, ist meist auch bereit, sich gedanklich auf neue Felder zu begeben und damit neue Erfahrungen zu machen.

Durch die Offenheit aller wird es möglich, sich gegenseitig in einer Weise zu unterstützen, durch die jede Person ihr eigenes Vorhaben voranbringen und die bestmöglichen Ergebnisse erreichen kann.

Vertrauen in die Kraft der Gemeinschaft

Warum suchen wir überhaupt eine Gemeinschaft, um unsere eigenen Vorstellungen zu verwirklichen?
Mit den passenden Menschen entsteht eine Umsetzungskraft, die man alleine nicht entwickeln kann. Diese erzeugt eine Veränderungs- und Umsetzungsenergie, mit der sich Vorhaben jeglicher Art leichter voranbringen lassen. In der Gemeinschaft entsteht ein besonderer Geist, der sich auf alle auswirkt und niemanden kalt lässt. Dadurch kann Großes entstehen, weil miteinander neue Gedanken gedacht, ausgesprochen und entwickelt werden. Gemeinsam wird Vorhandenes weitergesponnen und es entsteht Ungewöhnliches, manchmal sogar vermeintlich Unmögliches. So erwachsen neue Möglichkeiten, die allen dienen und jede auf ihrem individuellen Weg voranbringen.

Die genannten vier Kriterien liefern Ihnen den Maßstab, mit dem Sie jederzeit überprüfen:

  • Wo stehe ich selber mit meiner Bereitschaft, meinem eigenen Weg zu folgen und mein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten?
  • Ist mein Gegenüber wirklich der oder die passende Wegbegleitung für mich und mein Vorhaben?

Denken Sie daran:
Mit den Menschen, die zu Ihnen und Ihrem Vorhaben passen, lassen sich auch Hindernisse überwinden, Hürden aus dem Weg räumen und manchmal sogar Berge versetzen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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