Wünschen eine Chance geben

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Vor einiger Zeit in einem Tagesworkshop. Strahlende Gesichter in der Schlussrunde. Alle sind überrascht, was in nur einem Tag entstanden ist. Wie bei Isabel, die fröhlich von der einstündigen Mittagsaufgabe zurückkehrte. Alle Teilnehmerinnen hatten am Vormittag herausgearbeitet, was ihnen wichtig ist. Jetzt ging es darum, waren sie wirklich bereit, dafür zu gehen. Unterwegs hatte Isabel gedanklich den großen Sprung gewagt und war nun bereit, ihre Vision der Gruppe vorzustellen. Auf ihrem Weg hat sie Zugang gefunden zu inneren, längst vergessenen Quellen und geht jetzt mit neugewonnener Leichtigkeit an die Dinge heran.

Was hat zu diesem Ergebnis geführt?

Bei allen Teilnehmenden waren drei Voraussetzungen gegeben:
Entschiedenheit – Bereitschaft – ein passender Rahmen.

Wie sieht es bei Ihnen aus?
Sind Sie bereit, für Ihre Vorstellungen von einem sinnvollen und erfüllten Leben über sich selber hinauszuwachsen und Ihren Wünschen eine Chance zu geben. Nutzen Sie diese Anregungen für Ihre Überprüfung.

Entschiedenheit für eine Veränderung

Solange Sie unentschieden sind und schwankend, bleibt alles beim Alten. Das erkennen Sie an Gedanken wie diesen: Es geht doch ganz gut und sooo schlecht ist es auch wieder nicht… Andere wären froh, wenn sie in meiner Situation wären… Das wird sicher wieder vergehen… Da muss ich mich halt durchbeißen…

Es geht nicht um eine Bewertung von gut oder schlecht, sondern darum, wie gut es Ihnen mit Ihrer aktuellen Situation geht. Können Sie sich vorstellen, auf Dauer in dieser für Sie unbefriedigenden Situation zu verharren? Oder wollen Sie lieber jetzt die Weichen für eine andere Zukunft stellen, die Ihnen mehr Zufriedenheit und Lebensfreude sichert. Aus Ihrer klaren Entscheidung entstehen 100% Entschiedenheit wie auch die Bereitschaft, etwas dafür zu unternehmen. Damit bringen Sie erst kleine und später größere Steine ins Rollen. Diese ebnen Ihren Weg zu mehr Zufriedenheit und Leichtigkeit.

Lesen Sie mehr dazu, wie Entschiedenheit Ihre Ergebnisse beeinflusst.

Bereitschaft, größer zu denken

Diese Bereitschaft entsteht als Folge Ihrer Entschiedenheit zu einer Veränderung. Ab diesem Zeitpunkt fangen Sie an, sich mit Ihren Wünschen zu beschäftigen. An dieser Stelle ist es wichtig, dass Sie Ihren Zweifler im Zaum halten, damit auch alte, verborgene und verdrängte Wünsche wieder auftauchen. Dazu gehören auch Ideen, die Sie lange in die Ecke gestellt haben, weil Sie Ihnen zu groß, zu unrealistisch oder einfach verrückt erschienen.

Folgen Sie an dieser Stelle Johann Wolfgang von Goethes Rat:
In der Idee leben heißt, das Unmögliche behandeln, als wenn es möglich wäre.

Erlauben Sie sich, Ihren Gedanken und Ideen zu folgen. Groß zu denken und vielleicht ein wenig verrückt zu spielen. Wer kann schon vorher sagen, was daraus an Neuem und Einzigartigem entsteht. Ausgangspunkt ist, dass Sie sich selber zugestehen, weiter zu denken als bislang und damit Ihren gewohnten Rahmen zu verlassen. Mittelmaß kennen die meisten schließlich schon 😉

Ein passender Rahmen

Unsere großen und kleinen Ideen sind wie empfindliche Pflänzchen: sie brauchen einen geschützten Rahmen, damit sie lebensfähig sind und wachsen können. Besonders im Frühjahr lässt sich beobachten, welche Wachstumsschübe unter den passenden Bedingungen möglich sind. Innerhalb weniger Tage schießen die zuvor unscheinbaren und unter dem Schnee versteckten Pflanzen empor und entfalten in kürzester Zeit ihre Pracht.

In einem solchen Schutzraum werden Ihre Ideen gepäppelt, gehegt und gut betreut, damit sie lebensfähig sind. Suchen Sie sich in Ihrem Umfeld die passende Menschen. Nicht jeder ist dafür geeeignet. Wählen Sie diese daher sorgfältig aus und achten Sie hier besonders gut auf Ihr Bauchgefühl. Wenn dieses “Vorsicht!” signalisiert, vertrauen Sie darauf, auch wenn Ihr Verstand Ihnen etwas anderes signaliert. Es ist allemal besser, einmal zu wenig über Ihre Vision gesprochen zu haben als hinterher die Scherben zusammenzukehren.

Zum Abschluss noch einige Denkfragen für Sie:

  • In welchem Bereich möchte ich „mehr“ (Erfolg / Freude / Lebendigkeit / Energie)?
  • Wie entschieden bin ich dafür? Nutzen Sie dafür eine Skala von 1-10 (= höchster Wert) als Maßstab.
  • Was müsste passieren, damit ich jetzt etwas dafür unternehme? Was könnte das sein?

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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