Endlich den eigenen Weg gehen!

Die letzten Wochen haben mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, aus dem Wettstreit zwischen Kopf und Herz auszusteigen. Dabei können wir nur verlieren! Das liegt daran, dass der Kopf nur aufgrund vergangener Erfahrungen entscheidet. Die helfen nur in einer immer komplexer werdenden Welt nicht mehr. Das Herz hingegen hat Zugang zu einer anderen Ebene, von der aus andere, neue und oftmals überraschende Impulse entstehen, die zu besseren und nachhaltigeren Ergebnissen führen.

In diese Falle bin ich in den letzen Monaten wieder getappt. Für mein Jubiläumsjahr hatte ich einige große Pläne. Doch dann zeigte sich zunehmend, dass hierfür mein Kopf der Regent war. Mein Herz wollte etwas ganz anderes! Als ich nicht darauf hörte, lieferte es mir eine hartnäckige Erkältung und damit Zeit, meine Pläne noch einmal zu überprüfen. Jetzt folge ich (m)einem anderen Weg.

Was Dein Herz Dir sagen will

Wie herausfordernd es sein kann, der eigenen Intuition und den “Herzenswünschen” zu vertrauen, haben mir die letzten Wochen wieder einmal gezeigt. Die damit verbundenen Erfahrungen waren überaus lehrreich. Sie haben mir deutlich gemacht, wie wichtig es ist, wirklich meinen eigenen Weg zu gehen. Dazu gehört auch, auftauchenden Impulsen nachzugehen, ohne gleich einen Plan daraus zu machen, auch mal Vorhaben abzusagen und vor allem nichts zu erzwingen, wenn sich etwas als nicht stimmig erweist.

Ein solches, im Außen als unstet erscheinendes Verhalten erschließt sich anderen Menschen häufig nicht. Wir sind schließlich dazu erzogen worden, an Vereinbarungen festzuhalten, Pläne unbedingt durchzuziehen und zu tun, was wir versprochen haben. Egal was es kostet, und wie unstimmig sich etwas anfühlt. Wir folgen altbewährten Regeln, bekannten Mustern und bleiben damit auf den viel befahrenen „Straßen des Lebens“ unterwegs. Obwohl uns das Tempo zu schnell ist, wir den Träumen anderer folgen oder einfach andere Bedürfnisse haben.

Statt diesen Hinweisen zu folgen, löst die Erkenntnis, dass wir etwas ändern sollten, nagende Gedanken aus:

Das kannst Du nicht bringen!

Was sollen die Leute denken?!

Man wird Dich für unzuverlässig halten!

Wenn Du nicht mithältst, bist Du schnell weg vom Fenster!

Und so weiter und sofort…

Kopfschütteln in Kauf nehmen

Dabei übersehen wir, dass es völlig normal ist, wenn ein von der gesellschaftlichen Norm abweichendes Verhalten bei anderen zunächst Kopfschütteln auslöst. Schließlich bleiben diese Menschen in ihrem Hamsterrad, haben sich vielfach gut darin eingerichtet und hinterfragen selten, ob sie nicht lieber woanders wären. Du kannst nur für Dich selbst entscheiden, ob Du weiterhin auf der viel befahrenen Schnellstraße unterwegs sein willst oder Dir Zeit nimmst, Deinen eigenen Weg zu entdecken. Das ist nicht der Weg aller, sondern Dein ganz individueller Pfad. Diesen zu erkennen und zu entdecken, ist aus meiner Sicht spätestens ab der Lebensmitte eine wichtige Aufgabe. Zumindest, wenn wir im Alter lebensfroh und zufrieden leben und dankbar auf unser Leben zurückblicken wollen.

Es kann auch sein, dass Du positive Rückmeldungen bekommst. Andere sogar erleichtert sind, dass Du zu dem stehst, was Dir wichtig ist und ihnen damit als Vorbild dienst. Das zumindest war ein Ergebnis meiner Absagen der letzten Wochen, die zumeist mit Wohlwollen aufgenommen wurden.

Der eigene Weg ist nicht sofort erkennbar. Er kristallisiert sich erst nach und nach heraus, erfordert ausprobieren, Umwege gehen und manchmal auch im „Gestrüpp“ zu landen. Doch mit jedem Wegstück, das wir achtsam und bewusst beschreiten, entdecken wir wieder ein bisschen mehr, was wir wirklich wollen, was zu uns passt und uns zufrieden und glücklich macht.

Ein anregendes Beispiel für einen individuellen Weg bietet Helmut Oestreich. Er ist Autor, Blogger und Herausgeber von Anleitungsbüchern. Vor gut zwei Jahren hat er sich selbständig gemacht und ein sehr nützliches Produkt entwickelt, das sehr viel Resoanz erfährt. In einem Interview für mein Mutmacher-Magazin berichtet er davon, wie er vorgegangen ist und was ihm auf seinem Weg geholfen hat.

Keine Abkürzung, sondern ein Wegweiser

ulrike-bergmann-eigener-wegEine Abkürzung gibt es nicht, auch wenn dies heute gerne einmal versprochen wird. Den eigenen Weg zu finden, erfordert einfach Zeit und Geduld. An manchen Stellen finden sich Wegweiser, die Optionen aufzeigen und Entscheidungshilfe bieten. Ein solcher Wegweiser ist das kostenfreie E-Book „Endlich den eigenen Weg gehen!“ und die darin beschriebene MUT-Formel. Seit seiner Veröffentlichung haben fast 1.000 Menschen die darin enthaltenen Anregungen genutzt, um ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. Es ist nur noch bis 30. Juni 2016 kostenfrei verfügbar. An seine Stelle tritt im Juli ein neues Angebot, das Dich noch besser auf Deinem Weg begleitet und bestärkt.

Zusätzlich gibt es seit dem Frühjahr dieses 15-minütiges Video zur Mut-Formel, das bei einem Vortrag entstanden ist. Darin lernst Du ihre drei Elemente kennen, findest weitere Beispiele und zusätzliche Hinweise.

Mein Anliegen ist es, Dich auf Deinem persönlichen Weg mit meinen Mut-Werkzeugen und Vorgehensweisen zu unterstützen, die zu Dir, Deinen Bedürfnissen und Wünschen passen. Diese sind so individuell wie Du selber, denn Du kannst sie auf Deine Weise nutzen und damit Deine persönlichen Antworten finden. Wenn Du dazu Fragen oder Anregungen hast, schreibe diese hier ins Kommentarfeld oder schicke mir eine E-Mail.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

4 Gedanken zu „Endlich den eigenen Weg gehen!

  1. Martina

    Liebe Ulrike, ach, wie gut ich das kenne! Den Wettstreit zwischen Kopf und Herz, Anreiber und Schoner, Kritiker und Ermutiger. Dein Artikel erinnert mich auf ganz wunderbare Weise daran, „Kopfschütteln“ ganz bewusst in Kauf zu nehmen. Und zwar von Teilen meines „inneren Teams“ genauso wie von außen. Danke dir für diesen wertvollen Reminder!

    Nehmen wir also unsere Machete zur Hand und schlagen wir unseren ganz eigenen Weg durchs Gestrüpp. Immer wieder. Bis ein Trampelpfad entsteht. Irgendwann wird dieser zum breiteren Feldweg und so wird es immer einfacher und auch bequemer, ihn zu beschreiten.

    Dein Büchlein „Mit Leichtigkeit zum Ziel“ hatte ich übrigens gerade erst wieder auf unserem Büchertisch im Seminarraum liegen. Jetzt werde ich die Teilnehmerinnen nachträglich nochmal auf dein tolles E-Book hinweisen.

  2. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Martina, herzlichen Dank für Dein Feedback und die Verbreitung meines eBooks.
    Dein Bild, wie wir uns mit der Machete in der Hand den Weg durchs Gestrüpp bahnen, ist sehr plastisch. Es erinnert mich zugleich an eine Südamerika-Reise vor vielen Jahren, bei der genau das der Fall war: unser Führer machte uns mit einer Machete den Weg frei zu einer einmaligen Erfahrung 🙂

  3. Kathrin Klöppel

    Hallo Ulrike,
    ich bin durch einen Artikel (Ich liebe mich!) in der “Illu der Frau” auf deine web-Adresse gestoßen und habe nun hier gestöbert. Finde sehr interessant was du so schreibst und kann vieles nachvollziehen.
    Leider ist die Frist deines kostenfreien E-Books abgelaufen, hätte ich gerne gelesen.
    Im Moment befinde ich mich genau in einer solchen Lebenssituation des “Selbstfindens”.
    Ich bin 48 Jahre, habe gerade meinen 3. Berufsabschluss (Bürokauffrau) hinter mich gebracht, da ich aufgrund von Krankheit meine anderen Berufe nicht mehr ausüben kann.
    Wollte nie eine “Bürotusse”werden, grins.
    Mein Wunsch wäre eine Arbeit im sozialen Bereich, am liebsten Jugendarbeit. Aber eine Ausbildung zur Sozialtherapeutin war nicht möglich, drum wählte ich die Bürokauffrau, weil diese Ausbildung ja auch vielumfassend ist und dümmer bin ich nicht geworden.
    Zur Zeit bin ich nach einer OP noch nicht wieder arbeitsfähig und sitze zu Hause und grübele wie ich meine berufl. Zukunft meistern kann. Möchte keinen Job, wo ich mich jeden Tag hinquäle, unzufrieden, unglücklich.
    Ja, das wäre mein ISTZUSTAND. Im Moment ziemlich ratlos.

    L.G. Kathrin

  4. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Hallo Kathrin,
    vielen Dank für Dein Feedback und die Offenheit, mit der Du über Deine Situation schreibst.
    Die Frist für den Download des eBooks habe ich noch einmal bis 15. Juli verlängert. Die Nachfrage war einfach zu groß 🙂
    Ich wünsche Dir, dass Du darin Impulse für Deinen eigenen Weg findest. Besonders wichtig erscheint mir, in Kontakt mit Deinen wahren Wünschen zu kommen. Dann eröffnen sich auch Möglichkeiten, zumindest Teile davon umzusetzen.
    Ich wünsche Dir den Mut, zu Dir, Deinen Wünschen und Bedürfnissen zu stehen.
    Herzliche Grüße vom Chiemsee
    Ulrike

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