Im Advent einfach mal anders vorgehen und Pausen einlegen

Es gehört Mut dazu, in diesen Wochen vor Weihnachten einfach mal alle Pläne über den Haufen zu werfen und eine Pause einzulegen. Auch wenn der Verstand schreit: Du hast noch soooo viel zu erledigen!

Das ist eine der Herausforderungen, vor denen ich in diesen Woche öfter stehe. Sicher ist diese Situation auch Dir schon begegnet. Wie gehst Du dann vor?
Ich gebe ich dem Impuls manchmal nach und lege Aufgaben oder Pläne zur Seite, manchmal achte ich darauf, dass die Dinge im Fluss bleiben und ich dennoch für mein Wohlergehen sorge. Denn ich weiß: wenn ich dies vernachlässige, gibt es eine andere Instanz, die darauf achtet  😉

Wie in dieser Situation:

Ich war mit einem lieben Freund in München zum Mittagessen verabredet. Wir treffen uns alle paar Wochen und es ist mir immer wieder eine Freude, dafür fast 100 km zu fahren. An jenem Tag stand abends auch noch eine Weihnachtsfeier auf dem Programm, auf die ich mich ebenso freute. Also beschloss ich, mir einen Tag Auszeit zu gönnen – egal, wie viel Arbeit auf mich wartete. Die Zeit zwischen den beiden Terminen wollte ich mit anderen Dingen überbrücken – ein Gespräch mit einer Bekannten beim Kaffee, einem Ausstellungsbesuch, dem Bummel durch eine Buchhandlung. Es klang nach einem guten Plan.

Doch es kam anders.

Statt mit dem Zug bin ich mit dem Auto nach München gefahren. Als ich am Ostbahnhof ankam, stellte ich fest, dass ich meinen Geldbeutel vergessen hatte. Das wäre grundsätzlich kein Problem, schließlich habe ich bei den Personen meines Vertrauens genug Kreditwürdigkeit, dass mir das erforderliche Geld geliehen wird. So kehrte ich zurück zum Auto, um das wenige dort deponierte Kleingeld zu holen für die Fahrkarte bis zur ersten Verabredung. Beim Auto angekommen, war mir plötzlich alles zu viel. Ich hatte keine Lust auf S-Bahn und Hektik! Zuvor war ich bereits durch eine Umleitung auf der Autobahn auf „Abwege“ gelangt, sprich: ich hatte mich verfahren und war am falschen Ende von München gelandet.

So beschloss ich, meinen Plan zu ändern und gut für mich zu sorgen. Außer dem Mittagessen sagte ich alle Verabredungen ab. Das Treffen mit meinem Freund verlief sehr entspannt, mit dem gewohnt lebendigen Austausch. Wir lachten viel, sprachen über Wichtiges und Unwichtiges und anschließend fuhr ich nach Hause.

Völlig entspannt und mit mir im Reinen.

Statt Vergnügen in München (nun ja, das ist es in der Adventszeit auch nicht wirklich!) habe ich den nächsten Coachingbrief für ein anstehendes Online-Programm bearbeitet und in die Software eingestellt. Und nebenbei ein wunderbares Thema für meinen Blog gefunden: Über den Mut, Pläne einfach über den Haufen zu werfen.

Anschließend hatte ich tatsächlich Lust auf die Weihnachtsfeier – und bin schließlich doch noch mit der Bahn nach München gefahren. Die Zeit im Zug nutzte ich dafür, in einem spannenden Roman zu lesen und mit Muße einen schönen Abend zu genießen. 🙂

Was muss geschehen, damit Du Dir Pausen erlaubst?
In welchen Situationen gehst Du über Deine Bedürfnisse hinweg?
Wie zeigen sich Deine Antreiber?

Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen mit “kleinen Fluchten aus dem Alltag”, die dieses Vorgehen auch gerne genannt wird.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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