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Ist Konkurrenzdenken schlecht?

Schildkröten MainauAngeregt durch den Beitrag Über den Unsinn eines Konkurrenzdenkens von Kerstin Paar fiel mit wieder ein, wie viele Menschen Konkurrenz(denken) als etwas Schlechtes betrachten. Etwas, was unbedingt vermieden werden sollte.
Für mich hat Konkurrenzdenken viele positive Facetten, die häufig außer Acht gelassen werden. In diesem Beitrag habe ich sie zusammengestellt.

Konkurrenzdenken = Mangeldenken

Dieses Mangeldenken ist in vielen Menschen ganz tief verwurzelt. Dahinter stecken Gedanken wie: Der “Kuchen” reicht nicht für alle. Deshalb muss ich zusehen, dass ich genug etwas / genug abbekomme. Diese Prägung entsteht oft bereits in der Kindheit und ist uns in seinen vielfältigen Ausprägungen häufig nicht einmal bewusst. Weiterlesen

Der Splitter im Auge des Anderen…

Sicher kennen Sie das Zitat aus der Bibel:

Den Splitter im Auge des Anderen sehen, aber nicht den Balken im eigenen.

Jedes Mal, wenn wir einen anderen Menschen und/oder sein Verhalten bewerten, kritisieren oder verurteilen, richten wir unsere Aufmerksamkeit auf solch einen „Splitter im Auge des anderen“ und sehen nicht, was es mit uns selber zu tun hat.

Wir sind alle ein individueller, ein einzigartiger Ausdruck des einen einzigen Ganzen, des Göttlichen – auch wenn wir dies nicht immer sehen (wollen oder können). In unserer Verschiedenheit erkennen wir in der Regel nicht, was uns verbindet – unsere göttliche Natur -, sondern sehen nur, was uns unterscheidet. Diese Abweichungen bewerten wir als „weniger als…“ oder „nicht so gut wie…“. Weiterlesen

Herausforderungen meistern

Das Leben besteht nicht hat nur aus glücklichen Tagen, sondern auch aus herausfordernden Situationen und schmerzvollen Erfahrungen, die Auslöser sein können für neue Erkenntnisse und wichtige Entwicklungssprünge. Herausforderungen sind eine Erfahrung des Augenblicks, in dem wir vor einer Wahl stehen: Wir können uns in die Schwierigkeit hinein begeben, darin verweilen, uns vielleicht sogar darin „suhlen“ und im Selbstmitleid baden. Oder wir entscheiden uns, den Blick zu wenden und uns auf das auszurichten, was in diesem Moment auch eine Wahrheit ist: wir sind vollkommene, spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen.

Wichtig ist auch dies: Herausforderungen kommen nie alleine, sondern mit einer „Gebrauchsanweisung“ und göttlicher Unterstützung. Weiterlesen

Jenseits von Richtig und Falsch

Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort. Dort treffen wir uns.

Rumi, persischer Mystiker

Das erste Mal fand ich diesen Satz in den USA auf einer Postkarte. Sie gefiel mir und so nahm ich sie mit. Für einen späteren Zeitpunkt, wenn dieser Satz einmal passend sein würde. Jahre später war es soweit: Ich hatte eine grundlegende Differenz mit einer Freundin, in der ich erkannte, dass wir zu keinem Ergebnis gelangen konnten, solange wir in Gegensätzen von Richtig und Falsch dachten. Dabei hatten wir beide „Recht“ – denn jede hatte ihren Blickwinkel auf das, was vorgefallen war. Jede kam mit ihren eigenen Vorstellungen, Erfahrungen und Erwartungen in die Situation – und damit fanden wir keinen Konsens.

Gerne hätte ich ihr damals diese Karte geschickt, doch sie erschien mir zu sehr wie der “Wink mit dem Zaunpfahl”. Die Beziehung hat auch so keine Fortsetzung gefunden. Ich finde es immer noch schade, doch das ist der Lauf der Dinge. Vielleicht finden wir irgendwann einen neuen Anknüpfungspunkt – an dem Ort jenseits von Richtig und Falsch.