Schlagwort-Archive: Mutmacher

Eva-Ellen Weiß: Wenn die Zeit reif ist…

Weiß_PorträtZu den Menschen, mit denen ich meine Interviews führe, komme ich auf unterschiedlichen Wegen. Eva-Ellen Weiß wurde mir mit dem Hinweis “eine bezaubernde junge Frau” empfohlen. Was mich an ihr begeistert: dass Sie in jungen Jahren schon den Mut hatte, ihren eingeschlagenen Weg in Frage zu stellen. Sie kündigte – und wartete so lange ab, bis sie fand, wonach sie suchte. Ein wenig erinnert es mich an meine eigene Suche nach einer beruflichen Alternative. Allerdings konnte ich im Job bleiben, weil er mich nicht quälte…

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Kann ich wirklich alles werden, was ich will? Mit dieser Maßgabe bin ich erzogen worden. Doch ich habe etwas studiert, was kaum zu mir passte, und mein erster Job danach hat mich so schockiert, dass ich mich gefragt habe: Muss Arbeit so schrecklich sein? Wie machen die anderen das? Wie halten die das aus?

Werden wir konkret: Welchen Traum haben Sie verwirklicht?
Den Traum von einem Job, der mir Spaß macht und mich erfüllt. Von einer Tätigkeit, zu der ich mich morgens nicht mit Bauchschmerzen, sondern mit Vorfreude auf den Weg mache. Weiterlesen

Fundstück: Auch so kann Traumverwirklichung aussehen

In der Online-Ausgabe der Süddeutschen vom 21. Mai 2013 finden sich beeindruckende Fotos des slowenischen Fotografen Matej Peljhan. Für einen zwölfjährigen, an Muskelschwäche leidenden Jungen verwirklichte er einen Traum: Bilder, die diesem zeigen, wie er aussieht, wenn er tun würde, wie es für andere Jungen seines Alters völlig normal ist. Sehenswert!

Im dazu gehörigen Interview erklärt Paljhan, was ihn zu dieser Aktion bewegt und was er damit ausgelöst hat.

Vera Bartholomay: Die Sehnsucht nach Berührung

Foto_BartholomayIm Mai 2008 begann ich eine wöchentliche Newsletter-Reihe, in der Menschen davon erzählten, wie sie mutig ihren Weg gegangen sind. Die letzte dieser Mutmacher-Geschichten habe ich im Oktober 2009 verschickt. Sie stammte von Vera Bartholomay, die ich kurz zuvor über diese Reihe kennengelernt hatte. Es war Sympathie auf den ersten Kontakt und seither sind wir in Kontakt geblieben.
Als ich jetzt Menschen bat, mir für ein Interview über verwirklichte Träume zur Verfügung zu stehen, war Vera Bartholomay die erste, die meine Fragen beantwortete. Da dies kein Zufall ist, habe ich sie für den Auftakt des MutmachMittwoch mit regelmäßigen Interviews gewählt. So freue ich mich sehr, dass sich damit zugleich der Bogen zu den Mutmacher-Geschichten schließt.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Mein Traum begann nicht mit einer Frage, sondern mit einer Sehnsucht. Sehnsucht nach einer Berührung von Menschen auf einer ganz anderen Ebene als die alltägliche – seelisch und körperlich. Ich war schon sehr viele Jahre erfolgreich als freiberufliche Übersetzerin für Norwegisch, als ich die energetische Behandlungsmethode Therapeutic Touch für mich entdeckte. Weiterlesen

Rita Capitain: Zurückkehren in den Kreislauf der Natur!

Das Lebensende ist vielen Menschen egal. Aber ist es das wirklich? Oder liegt es nur daran, dass Menschen ihren Abgang möglichst anderen – den zuständigen Fachleuten – über-lassen. Der Tod gehört selbstverständlich zum Leben. Doch diese Selbstverständlichkeit findet in unserem Leben kaum statt. Wir haben verlernt, dem Tod Raum zu schenken und ihm ein eigenes Gesicht zu geben. Das Thema soll schnell erledigt sein. Bei uns wird meist in aller Stille gestorben, verborgen in Krankenhäusern und Altersheimen. Dabei wäre es doch tröstlich, dem Ereignis bei aller Traurigkeit eine freundliche Wärme zu verleihen.

Der Tod war früh in mein Leben gekommen. Er war mir nicht fremd. Eine Kremation war nicht dabei gewesen. Doch das Thema interessierte mich. Also stellte ich viele Fragen. Wollte unbedingt wissen, wie ist das so mit der Feuerbestattung. Ein Bestatter gab mir Auskunft. Ich stellte fest, dass dieser herkömmliche Ablauf sich nicht deckte mit meiner Vorstellung. Meine Asche fest verschlossen in einer Blechdose fast 20 Jahre in der Erde – WOZU? Weiterlesen

Mutmacher: Satte Hilfe für Afrika

Kathrin Seyfahrt: Aus der Magersucht in die Entwicklungshilfe

Es gab eine Zeit, da wog ich 39 Kilo und man verglich mich oft mit einem Biafra-Flüchtling, jenen afrikanischen Flüchtlingen, die aufgrund von Krieg und endloser Trockenheit Hunger leiden mussten. Anders als diese Menschen hatte ich mein Dürrsein selbst bestimmt. Ich war magersüchtig.

Eines Tages, als ich die Bedingungen, die ein weiteres Abnehmen erforderte, nicht mehr erfüllen konnte, weil ich das ständige Frieren, das schwächer werden und was noch damit zusammenhing, nicht mehr aushielt, fasste ich den Entschluss, dass ich eines Tages wieder Mahlzeiten genießen und nicht Kalorien zählen wollte. Bis zu diesem Ziel war es ein weiter Weg. Doch er hat alle Mühen gelohnt. Weiterlesen