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Kreativität: Privater Ausdruck und berufliche Notwendigkeit

Kreativität_2009Kreativität bestimmt mein Leben. Nicht in der großen, künstlerischen Form. Das wäre in meinem Fall vermessen. Vielmehr verstehe ich darunter meine Verbindung zu der in mir vorhandenen unendlichen Schöpferkraft, die ich immer wieder anzapfen, der ich mich bedienen und die ich mit anderen teilen kann. Durch die Teilnahme an der Blogparade von Nicole GuggerAufruf zur Kreativität für alle“ habe ich mich bewusst mit dem „kreativen Faden“ meines Lebens befasst. Welche überraschenden Erkenntnisse ich dadurch gewonnen habe, lesen Sie in diesem Beitrag 🙂

Fantasievolle Kindheit

Ich habe mir nie viel Gedanken darüber gemacht, ob ich kreativ bin oder nicht. Schon als Kind habe ich dem nachgegeben, was sich offenbart hat und durch mich zum Ausdruck kommen wollte. Ich nahm die Welt durch die Brille meiner Fantasie wahr. So war das Abendrot zur Weihnachtszeit für mich ein Zeichen dafür, dass das Christkind Plätzchen bäckt. Ich konnte stundenlang ausgedachte Geschichten erzählen. Dabei war es fast egal, ob mir jemand zuhörte. Hauptsache, es gab einen „Empfänger“. Der war meist meine Mutter, der ich beim Kochen meine neuesten Geschichten erzählte. Mein Glück war, dass sie mich nie davon abhielt, sondern eher von der blühenden Fantasie ihrer Ältesten amüsiert war. Weiterlesen

Rita Capitain: Zurückkehren in den Kreislauf der Natur

Capitain_PorträtRita Capitain lernte ich vor einigen Jahren kennen, als ich auf der Suche nach ermutigenden Geschichten war. Zu diesem Zeitpunkt stand die Bildhauerin noch am Anfang ihres kämpferischen Weges, auf dem sie ein persönliches Anliegen verwirklichte: eine spezielle Urne. Schon beim ersten Mal war ich von ihrer Idee, ihren Gedanken dazu und ihrem Engagement für die Sache begeistert. Meine Faszination ist immer noch vorhanden – und daher lag es nahe, sie auch im Rahmen meiner Interview-Serie zu befragen.
Ihre Antworten haben mich dazu angeregt, mich damit zu beschäftigen, welche Idee ich selber in die Welt bringen möchte. Meine Antwort dazu finden Sie in diesem Beitrag.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Es gab tatsächlich eine zentrale Frage: Was passiert mit den Resten meines Körpers, wenn er in einem Krematorium zu Asche geworden ist? 
In meinem Fall möchte ich zunächst einmal die Bedeutung des Wortes „Traum“ klären. Es war kein Tag-Traum, z. B. träumend aus dem Fenster schauen und sich etwas Tolles vorstellen. Nein, es handelte sich tatsächlich um den Traum in der Nacht. Die unbewusste Kraft meiner Gedanken hatte gearbeitet, wohl kommend aus den Tagen oder Wochen zuvor.
Was war zuvor passiert? Ab und an beschäftigte mich mein Ableben. Mal mehr, mal weniger. Damals dachte ich, es hätte mit dem Überschreiten der Lebensmitte zu tun. Heute weiß ich: es gibt Aufgaben im Leben. Dass es meine zentrale Lebensaufgabe werden würde, ahnte ich vor 10 Jahren noch nicht. Die Beschäftigung mit dem Thema Tod und meiner eigenen Urnenbestattung intensivierte sich dann zu einer Zeit, als ich bereits bewusst aus meiner langjährigen Tätigkeit als Medien-Frau in Werbeagenturen, Verlagen und Sendern ausgestiegen war. Was ich machen wollte, wusste ich nicht konkret. Weiterlesen

Ruth Frobeen: Märchen, die das Leben schreibt

Frobeen_PorträtWieder einmal fand ich eine Gesprächspartnerin über Empfehlung. Dann entdeckte ich, dass ich mit Ruth Frobeen schon über Twitter verbandelt bin. Nur wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie ein gutes Beispiel für verwirklichte Träume ist. In ihrem Fall hatte sie den Traum schon sehr lange. Inzwischen ist er zu einem wichtiger Bestandteil, ja geradezu einem Standbein ihrer Selbständigkeit geworden ist. Was genau dies ist und wie sie ihn verwirklicht hat, erfahren Sie hier:

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat Ihr Traum begonnen?
Mein Traum begann mit der Feststellung: Ich will etwas Eigenes schaffen, aus mir heraus. Etwas, mit dem ich andere berühren kann und das mich zufrieden macht.
Ich habe sehr früh angefangen, über alles mögliche und unmögliche zu schreiben. Hefte über Hefte voll … Der erste Computer war wirklich ein Segen, plötzlich war ich nicht mehr auf Notizblöcke und Stifte angewiesen, musste meine Sauklaue nicht mehr entziffern und konnte Texte viel schneller und einfacher bearbeiten. Ich schrieb über Liebeleien, Konflikte, grüne Ampeln … Weiterlesen

Hingabe heißt, mehr von sich geben

Geschehenlassen war der dritte Aspekt im Beitrag über die Formen des Lassens. Daran schließt sich Hingabe direkt an. Beides steht in einem unmittelbaren Zusammenhang. Im deutschen Wörterbuch von thefreedictionary.com fand ich dazu zwei Definitionen:

1. rückhaltloser Einsatz: zum Beispiel in Form von Hingabe für die Arbeit oder eine Aufgabe;

2. große Begeisterung: das heißt, etwas mit großer/viel Hingabe tun

Beide Definitionen ergänzen sich. In beiden Fällen geht es darum, mehr von sich zu geben als üblich oder gewohnt. Weiterlesen