Ein geschenkter Tag

Blick_FraueninselEs gibt Tage, an denen alles stimmt.
Gestern war so ein Tag.

Susanne Westphal hatte zum „Ideentag im Pool“ im Prien am Chiemsee eingeladen und 12 Frauen waren diesem Ruf gefolgt. Manche – und dazu gehörte auch ich – mit ein wenig gemischten Gefühlen. Mit teilweise unbekannten Kolleginnen und Kundinnen zum Netzwerken im Badeanzug? Business am Pool und in der Sauna? Wollte ich mich soweit entblößen?

Die begeisterten Erzählungen derjenigen, die im letzten Jahr bereits dabei waren, ließen meine Bedenken sehr schnell schwinden. Und sie hatten Recht! Ich habe selten eine Veranstaltung erlebt, die mir so viel Freude und ja, Glückseligkeit gegeben hat.

Was hat den Tag zu etwas Besonderem gemacht?

Es waren mehrere Faktoren. Hier meine drei wichtigsten Geschenke.

Geschenk Nr. 1: Die Umgebung und das Wetter

Seit gut zwei Monaten lebe ich nun am Chiemsee und habe den See in vielen Facetten erlebt – von warmen Tagen über Schneezauber bis zu Nebel, Sturm und Nässe. Diese Umgebung it für mich wie Labsal für meine Seele. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich – um ein oft genutztes Zitat zu verwenden – dort lebe, wo andere Urlaub machen. In meiner neuen Heimat mit anderen unterwegs zu sein, war eine verlockende Aussicht und erwies sich als beglückende Erfahrung.

Dazu beschenkte uns der Wettergott mit einem wahrhaft göttlichen Tag. Als ich morgens das Haus verließ, war es noch knackig kalt und die Wiesen mit Raureif überzogen. Nach und nach erwärmte die Sonne die Landschaft und mittags saßen wir unter einem strahlendblauen Himmel mit Blick auf die Fraueninsel im Freien bei einem Erfrischungsgetränk.

Bis dahin hatte uns der ständige Blick auf die schneebedeckten Berge im Hintergrund auf fast jedem Schritt entlang des Seeufers begleitet und bei einigen anderen den Wunsch entstehen lassen, öfter in dieser Umgebung unterwegs zu sein.

Als wir abends zum Sonnenuntergang mit dem Boot wieder nach Prien zurückkehrten, ließ der Blick auf das von der Abendsonne beschiene Kloster Frauenchiemsee mein Herz voll Dankbarkeit höher schlagen.

Geschenk Nr. 2: In Bewegung sein

Das Wetter spielte so wunderbar mit, dass sich eine Idee von Susanne umsetzen ließ: von Prien nach Gstadt am See entlang wandern, von dort mit dem Schiff auf die Fraueninsel übersetzen und nach einem leckeren Mittagessen im Inselwirt mit einem späteren Schiff zurück nach Prien. Dort verbrachten wir noch zweieinhalb entspannte Stunden im Prienavera, dem örtlichen Erlebnisbad.

Ich bin gerne unterwegs und das Laufen (nicht Joggen!) gehört zu meiner liebsten Art der Fortbewegung. Auf diese Weise erkenne ich die kleinen Details am Wegesrand, genieße den Augenblick und die Ausblicke und tue gleichzeitig etwas für meine Gesundheit. Eine gute Kombination! Allerdings hatte mein Knie in den vergangenen Wochen nicht mitgespielt und mich zu mehr Ruhe gezwungen als mir lieb war. Doch mit Hilfe eines sehr guten Orthopäden und homöopathische Unterstützung durch meine Heilpraktikerin konnte ich diesen Tag ohne Einschränkungen genießen.

Auch in den Gesprächen spielte Bewegung eine Rolle. Immer wieder wechselten die Paarungen: mal gingen wir zu zweit, mal zu viert oder auch mal ein Stück alleine – je nach Wunsch und Bedürfnis. Zwischendrin blieb ich immer wieder stehen, zückt mein Handy und hielt meine Eindrücke fest. Auch dadurch entstanden immer wieder andere Konstellationen für einen Austausch. Das bringt mich zum nächsten Geschenk:

Geschenk Nr. 3: die Gespräche

Zugegen, ich hatte hohe Erwartungen, mit denen ich mich so unter Druck gesetzt hatte, dass ich in der Nacht vorher schlecht schlief. Das liegt daran, dass ich für dieses Jahr das Gefühl habe: es geht für mich und mein Business um sehr viel. Daher habe ich mich sehr gut auf dieses Treffen vorbereitet. Bereits beim Frühstück im Café Sol erinnerte mich an das Sprichwort: Wer mit beiden Händen festhält, kann keine Geschenke empfangen – und ließ ich alle Erwartungen los. Erst dadurch entstanden viele der Gaben dieses Tages. Meine Fragen blieben dennoch im Hinterkopf und ich wusste aus Erfahrung, dass ich die Antworten erhalten würde.

Wir hatten im Vorfeld die Steckbriefe aller Teilnehmerinnen erhalten. Dadurch war es leicht, mit jeder ins Gespräch zu kommen, auch wenn wir uns noch nicht kannten. Völlig ungezwungen und leicht. Bei denen, die ich schon kannte – und das waren die meisten – hatte ich ohnehin eine Basis für den Austausch. Wir knüpften einfach bei unserer letzten Begegnung an, egal wie kurz oder lang diese her war.

Ich habe zehn tolle Frauen erlebt, die mir alle etwas gegeben haben – manche sehr bewusst auf eine Frage hin, andere einfach so aus dem Gespräch heraus. Herzlichen Dank an Euch alle, dass Ihr Teil dieses geschenkten Tages wart!

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

Ein Gedanke zu „Ein geschenkter Tag

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