Schwimmen lernen ;-)

Cornelia Topf schreiben in Ihrem Blog Erfolgsweg auf emotion über “Mut zur Veränderung”, dass es zwei Wege gibt, mit dem Wandel umzugehen: Entweder sind wir seine Opfer, damit fremdbestimmt und wie Treibholz, das tot im Wasser schwimmt und keine Einfluss auf die Richtung hat. Oder wir gestalten den Wandel bewusst. Damit nehmen wir unser Schicksal selbst in die Hand und gestalten aktiv unseren weiteren Weg. Sie vergleicht dies mit einem kühnen Schwimmer, der in den Fluten krault, keucht und sich bewegt. Auch wenn er möglicherweise sein Ziel nicht erreicht, tut er etwas und folgt damit seiner Seele.

Aktiv mit dem Wandel umgehen

Für den zweiten Weg – den aktiven Umgang mit dem Wandel – brauchen Sie die Bereitschaft, sich mit dem zu befassen, was nicht mehr stimmt und den Mut, daran etwas zu verändern. Das kann bedeuten, ins möglicherweise recht kalte Wasser des noch Unbekannten zu springen. Obwohl es doch viel bequemer wäre, sich weiter mit dem Vorhandenen zu arrangieren. Wenn Sie es wagen, ins Wasser springen, dann wissen Sie zumindest eines: Sie können schwimmen. Oder Sie lernen es in diesem Moment – einfach weil Sie andernfalls untergehen und Ihr Überlebensinstinkt Sie über Wasser hält.

Das erinnert mich daran, wie ich schwimmen gelernt habe. Da wir nicht in der Nähe eines Sees oder Schwimmbads lebten, war dies erst recht spät, mit etwa 13 Jahren und auf zwei Wegen. Der erste Versuch fiel in einen Urlaub in Vorarlberg, als wir mit meinen Eltern ein Schwimmbad besuchten. Meine Mutter zeigte mir die Bewegungen und verlockte mich dann, ihr ins tiefere Wasser zu folgen. Doch plötzlich packte mich die Panik und ich hängte mich wie eine Klette an ihren Hals. Nur mit Mühe und Not gelang es ihr, uns beide in seichteres Wasser zurück zu bringen. Damit war mein Bedarf erst einmal gedeckt.

Schwimmen oder untergehen

Etwa ein Jahr später waren wir im Sportunterricht am Gymnasium im Schwimmbad und mussten alle eine Strecke von 50 Metern schwimmen. Das war Teil der Sportnote für das Sommerhalbjahr. Es gab keine Ausnahme. Nun konnte ich immer noch nicht schwimmen. Doch es half nichts. Ich musste ins Wasser. So nahm ich all meinen Mut zusammen und sprang ins Wasser. Weit kam ich nicht. Gott sei Dank war ich auf der Außenbahn, denn nach etwa 10 Metern drohte ich unterzugehen und klammerte mich an den Seitenrand. Jetzt erkannte auch der Sportlehrer, dass ich nicht in der Lage war, die vorgesehenen 50 Meter zu schwimmen. Damit war das Thema erst mal durch und die Note halbwegs gerettet.

In den folgenden Jahren habe ich es noch gut gelernt und sogar einige Schwimmabzeichen gemacht.  Da mein Bruder auf diesem Gebiet große sportliche Ambitionen hatte (er wurde unter anderem Deutscher Meister), habe ich mich aufs Tauchen verlegt. Hier entwickelte ich auch einen gewissen Ehrgeiz. Mein persönlicher Rekord waren 50 Meter – also von einem Ende des Schwimmbeckens zum anderen.

Damals habe ich zum ersten Mal gelernt, dass es wichtig ist, immer wieder etwas zu probieren, was man noch nicht kann. Und auch, dass es möglich ist, die eigenen Grenzen zu überwinden und etwas zu erreichen, was ich wirklich will. Das hat mir auch in vielen anderen Situationen meines Lebens geholfen.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

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