Von der Wahl zur Entscheidung

Sie haben aus einer Vielzahl von Möglichkeiten Ihre Wahl getroffen. Damit ist die Ausrichtung klar und Sie wissen, wohin Sie wollen. Doch haben Sie sich auch dafür entschieden? Oft sind wir nur halbherzig dabei und wollen uns möglichst alle Möglichkeiten offen halten. Wahrscheinlich haben Sie selber schon erlebt, was daraus entsteht: Unentschlossenheit, die zu diffusen Ergebnissen führt. Sie sind nicht entschieden!

Entschiedenheit ist mehr als eine Wahl zu treffen. Es geht darüber hinaus. Sie sind von Ihrem Ziel überzeugt und bereit, sich mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen. Wenn Sie entschieden sind, gilt Ihre volle Aufmerksamkeit Ihrem Vorhaben. Sie setzen Ihre ganze Kraft dafür ein, dass es auch eintritt. Dann gibt es kein „vielleicht“ mehr, mit dem Sie sich Hintertürchen offen lassen für den Fall, dass noch etwas Besseres daher kommt. Stattdessen sagen Sie aus vollem Herzen „Ja!“ zu Ihrem Ziel.

Entschiedenheit bedeutet, bewusst zu wählen, sich dafür zu entscheiden und entsprechend zu handeln. Wenn Sie entschieden sind, können Sie erleben, wie sich die Dinge in manchmal geradezu wundersamer Weise fügen. Solche Fügungen entstehen, weil Ihre bewusste Entscheidung mit einer inneren Ausrichtung auf Ihr Ziel verknüpft ist. Dies wirkt wie ein Magnet, der zum richtigen und passenden Zeitpunkt alles anzieht, was Sie zur Verwirklichung Ihres Zieles brauchen.

Anhand der folgenden Fragen überprüfen Sie, wie entschieden Sie für jedes Ihrer Ziele sind. Wenn dies an der einen oder anderen Stelle noch nicht der Fall ist, können Sie Ihr Ziel anpassen oder es ganz loslassen.

  • Will ich dieses Ziel wirklich verwirklichen? Was sagt Ihr Bauch dazu? Spüren Sie in sich hinein und nehmen Sie wahr, welche Gefühle dazu auftauchen.
  • Auf einer Skala von 1 bis 10: Wie entschieden bin ich dafür? Wie groß ist meine Bereitschaft, alles dafür zu tun, damit es auch eintritt?
  • Was könnte ich noch heute für tun, um mich dem gewünschte Ergebnis zu nähern? Notieren Sie alles, was Ihnen dazu einfällt und handeln Sie auch!

Welche Erfahrungen haben Sie mit Entschiedenheit? Teilen Sie diese mit anderen hier im Mutmacher-Magazin.

Ulrike Bergmann Zur Person: Ulrike Bergmann
DIE MUTMACHERIN begleitet seit über 20 Jahren Solo-Unternehmen und lebenserfahrene Menschen, ihre Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben mit Leichtigkeit und Klarheit zu verwirklichen. Im MUTMACHER-MAGAZIN gibt sie Einblicke in ihre Schatzkiste und bestärkt ihre Leser*innen darin, mutig den eigenen Weg zu gehen.

4 Gedanken zu „Von der Wahl zur Entscheidung

  1. Manuela Serafim

    Liebe Frau Bergmann, liebe LeserInnen,
    ich kann dies nur unterstreichen, was hier geschrieben steht. Ich wollte schon längst einen neuen beruflichen Weg gehen. Ich wußte auch genau, was ich machen wollte: Raus aus einer Sachbearbeiter-Tätigkeit an die “Schulungsfront”. Dabei sollte jedoch keinesfalls die “Sicherheit” auf der Strecke bleiben. So vergingen die Monate, Jahre, die Zeit plätscherte dahin und ich merkte, dass ich nicht die Energie aufbrachte, mich um meine Umorientierung zu kümmern. Auch glaubte ich, dass eines Tages schon “die Chance meines Lebens” auf mich zukäme. Als der Ärger in der Arbeit und der Leidensdruck zu groß wurden, entschloß ich mich endlich, schrieb meine Entscheidung auch nieder und definierte mein Ziel. Ich spürte, dass ich soweit war, auch den Preis der vermeintlichen Sicherheit für meinen Wunsch zu zahlen. Vermeintlich weil – siehe da: Der Magnet! Aufgrund einer Umstrukturierung verlor ich meine Arbeitsstelle und mache nun eine Ausbildung als Coach und Trainerin.

  2. Pia

    Hallo Frau Bergmann,
    zur Zeit stehe ich vor einer Entscheidung und ich habe Angst vor den Folgen. Komischerweise habe ich heute für mich lauter Hinweise bekommen es zu tun (z.B. Zitat, Gespräch mit einem Bekannten, der genauso denkt wie ich). Denn wenn ich es durchziehe, werde ich mir dadurch nicht unbedingt Freunde machen. Ich werde in ein Wespennest stechen und davor habe ich Angst. Im Herzen weiß ich, dass es richtig wäre um andere wach zu machen.

  3. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Frau Serafim,
    danke für Ihre ermutigende Schilderung. Sie zeigt sehr schön die Folgen, wenn man nicht selber aktiv wird: Ärger, Leidensdruck und am Ende bleibt oft auch noch die so sehr gewünschte Sicherheit auf der Strecke. Schön für Sie, dass Sie den wichtigen ersten Schritt gemacht haben. Damit konnten Sie die sich bietende Chance nutzen. Für Ihre weiteren Schritte wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
    Herzliche Grüße
    Ulrike Bergmann

  4. Ulrike Bergmann Beitragsautor

    Liebe Pia,
    in solch einer Situation ist es wichtig, sich die Folgen eines derartigen Schrittes bewusst zu machen. Womit müssen Sie rechnen? Wem treten Sie auf die Füße? Was wäre die schlimmste Folge? Sind Sie bereit, diese Konsequenzen auch zu tragen? Sie sehen, dass es wichtig ist, noch weiter darüber nachzudenken, ehe Sie handeln. Meine Empfehlung: Suchen Sie sich einen neutralen Dritten, mit dem oder der Sie Ihren Schritt besprechen.
    Alles Gute!
    Ulrike Bergmann

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