Schlagwort-Archive: Lebensgestaltung

Wendepunkt im Leben? Ein Ritual

Anhänger_50-GebZwar feiern wir jedes Jahr Geburtstag, doch manche Geburtstage sind etwas Besonderes für uns. Für mich waren dies seit jeher „unrunde“, wie zum Beispiel mein 37. Geburtstag. Ihn feierte ich in großer Runde in meiner kleinen Wohnung. Eine Woche zuvor war ich von einer vierwöchigen Argentinienreise zurückgekehrt und dieses Ereignis war eine Art Wendepunkt in meinem Leben. Zum ersten Mal hatte ich alleine ein Land bereist, dessen Kultur mir fremd war – und das zum beginnenden Winter, als kaum mehr Touristen unterwegs waren. Eine Herausforderung und zugleich eines der Abenteuer meines Lebens. Das wollte ich mit lieben Menschen feiern.

Runde Geburtstage sind Meilensteine im eigenen Leben

Für andere sind es die runden Geburtstage, die einen Meilenstein im eigenen Leben bilden. Aus der Vielzahl der Übergänge hebt sich für viele Menschen ein Geburtstag besonders hervor: der 50. Geburtstag bildet so etwas wie den Wendepunkt im Leben. Spätestens jetzt wird uns bewusst, dass bereits mehr als das halbe Leben hinter uns liegt. Weiterlesen

Natalie Schnack: Improvisation als Lebenshaltung

Schnack_PorträtMeine Gesprächspartnerin dieser Woche habe ich über die sozialen Medien und ihr Thema Selbstbehauptung kennengelernt. Im Sommer 2013 hatte ergab sich die Gelegenheit, Natalie Schnack in einem Workshop bei Gitte Härter etwas näher kennenzulernen. Als sie vor Weihnachten zu einem Workshop am Starnberger See war, haben wir uns getroffen und festgestellt, dass wir eine gemeinsame Wellenlänge haben. Daher habe ich mich sehr über ihre Zusage zu diesem Gespräch gefreut,

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat dein Traum begonnen?
Na da fragst du mich was, Ulrike. Ich habe so viele Träume, die in Erfüllung gegangen sind:

  • Der Traum von der Selbstständigkeit – habe ich mir vor 4 Jahren erfüllt. Die Frage dazu war: Soll es etwa alles sein?
  • Der Traum vom eigenen Buch – habe ich mir mit „30 Minuten Selbstbehauptung“ im letzten und mit „Leise überzeugen“ in einem Jahr gleich zweimal erfüllt. Die Frage dazu war: Ist es auch für mich möglich?
  • Und viele weitere…

Werden wir konkret: Welchen Traum hast du verwirklicht?
Ok, ich entscheide mich für den Traum, Improvisationstheater in meiner Arbeit anzuwenden. Weiterlesen

Franziska Schmid: Begeisterung für veganen Lebensstil

Schmid-Franziska_PorträtIch habe eine Reihe von Lieblingskunden und Franziska Schmid ist eine davon. 2009/2010 durfte ich sie auf dem Weg in die Selbständigkeit begleiten. Von Anfang an begeistert hat mich ihre Bereitschaft, sich einem bis dahin wenig öffentlichkeitswirksamen Thema zu widmen, dem veganen Lebensstil. Sie will zeigen, dass vegan und Lifestyle durchaus zusammenpassen und vermittelt dies u. a. mit ihrem Blog einer breiteren Öffentlichkeit. In unserem Interview beschreibt sie, wie sie sich ihrem Traum genähert und ihn umgesetzt hat.

Jeder Traum beginnt mit einer Frage. Mit welcher Frage hat dein Traum begonnen?
„Kommst du mit zur Gründermesse?“ Das fragte mich mein damaliger Freund – ich hatte zu der Zeit eine Festanstellung und keine Ahnung, welch schöne Welt des selbständigen Arbeitens es da draußen gibt.

Werden wir konkret: Welchen Traum hast du verwirklicht?
Mich nicht nur in meiner Freizeit mit den Themen zu beschäftigen, die mich begeistern und mir am Herzen liegen. Früher fehlte mir Sinn und Erfüllung in meiner Arbeit, heute teile ich Begeisterung und inspiriere andere. Weiterlesen

Alice Herz Sommer: Ein erfülltes Leben bis 110

Sie war die älteste lebende Pianistin und auch die älteste Holocaust-Überlebende: Alice Herz Sommer. Sie kannte Franz Kafka noch persönlich und liebte das Leben. “Every day is beautiful! Jeder Tag ist schön!” betont sie mehrmals in einem der Videos, die über sie gemacht wurden.

Daran konnte selbst die schreckliche Zeit im KZ Theresienstadt, die sie mit ihrem Sohn überlebte, nichts ändern. Weiterlesen

Das eigene Leben gestalten oder sich treiben lassen?

Eingefrorenes_Blatt„Wenn ich nicht weiß, wohin ich will, führt jeder Weg zu Ziel.“

Dies ist ein Spruch, dem viele Menschen unbewusst folgen. Sie marschieren einfach drauf los und wundern sich dann, wenn sie (n)irgendwo ankommen. Statt sich zunächst zu überlegen, wohin sie überhaupt wollen, handeln sie nach dem Motto: Hauptsache aktiv.

Andere folgen Vorstellungen wie: „Eine andere “Instanz” (Gott / Universum / Höhere Macht / Schicksal…) weiß genau, was für mich richtig ist…“ oder „Ich lasse mich führen…“. Ich nenne dies, die Verantwortung für unser Leben abgeben. Denn genau das geschieht in diesen Fällen: wir machen uns keine Gedanken darüber, was wir wirklich wollen, sondern „vertrauen“ ganz darauf, dass es „schon richtig kommt“. Damit leben wir einen Fatalismus, mit dem wir alles als gegeben hinnehmen. Weiterlesen